Nachruf

von Redaktion

Taufkirchen – Ein langer Lebensweg ging mit dem Tod für Engelbert Wishuber zu Ende. Der „Bleamer Bertl“ ist im Alter von 91 Jahren im Beisein einer großen Trauergemeinde, angeführt von der Bläsergruppe und den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, zur letzten Ruhestätte begleitet worden.

Ein Ehrensalut hallte für den Veteran über das offene Grab. Der Verstorbene liebte die Geselligkeit und war als Mitglied bei allen Vereinen sehr beliebt. Eine große Leidenschaft war bis ins hohe Alter das Spiel auf seiner Diatonischen, und ihm ging das Herz auf, wenn er mit Enkel Robert spielen konnte.

Als Zeilinger Urgestein kam er am 18. Februar 1928 auf dem Bleamer Hof zur Welt und wuchs dort mit zwei Brüdern auf. Nach der Schulzeit wurde er auf dem elterlichen Hof gebraucht, wurde im Januar 1945 noch an die Front nach Frankreich geholt und geriet in französische Gefangenschaft. Erst im August 1947 sah er seine Familie wieder.

Mit der Heirat 1954 mit Therese Prambs aus Polling begann für den Bertl eine glückliche Zeit. Die Söhne Engelbert und Sepp und die Töchter Resi und Marianne fanden in ihm einen treusorgenden Vater.

Als Nebenerwerbslandwirt war er sieben Jahre in der Schreinerei Schmidinger und weitere zehn Jahre in der Zimmerei Stenger beschäftigt. Schwer schlug das Schicksal zu, als 1973 Tochter Marianne verstarb. Von seiner Gattin musste er 2017 Abschied nehmen. Der Bertl blühte auf, wenn er von seinen sieben Enkeln und vier Urenkeln Besuch bekam. Besonders wichtig war ihm in den letzten Jahren sein Elektromobil. Auch am Tag vor seinem Tod drehte er noch eine Runde. Es war ein Abschiednehmen von seiner Heimat, die er unerwartet verließ.fim

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