Kraiburg/Algerien – Start bei der Tuareg-Rallye in Algerien: Vom Camp Taghit aus galt es die erste Tagesetappe von 190 Kilometern durch die Wüste Algeriens zu bezwingen. So einfach sollte es jedoch für Adi Ruhaltinger und seinen Teamkollegen Ernst Amort vom Pircher-Racing-Team nicht werden.
Vor Startbeginn machten die beiden Piloten noch eine Probefahrt auf dem Gelände. Doch die Testfahrt endete mit einem schweren Unfall. Die rechte Felge am hinteren Teil des Tomcats brach, woraufhin der Rallyewagen sich überschlug und dreimal eine seitliche Rolle machte. Zum Glück kam schnell Hilfe geeilt. Fritz Becker und seine Freundin Jessica Müller – eigentlich Konkurrenten – zeigten Teamgeist und halfen ihren deutschen Rennkollegen. Der „Frosch“, wie sie ihren grasgrünen Rallyewagen nennen, wurde wieder mühevoll aufgestellt. „Das Fahrzeug hat sehr stark gelitten. Wir haben lange in die Nacht hinein gearbeitet und sind wieder früh aufgestanden. We never give up“, sagte Ruhaltinger. Trotz vieler Prellungen und Schmerzen am ganzen Körper, starteten die beiden Rennfahrer zur Tuareg-Rallye. Nach anfänglichen Problemen mit dem Navigationsprogramm lief es ganz gut. „Im Rahmen der Modifikationen hatten wir die Frontscheibe entsorgt und fuhren mit Motorradbrillen. Eine staubige Angelegenheit“, berichtete Ruhaltinger.
Der erste Streckenabschnitt am Sonntag lief trotz anfänglicher Schwierigkeiten recht gut für die Beiden. Bis etwa 500 Meter vor dem Ziel lagen sie mit ihrem ramponierten Auto sogar auf Platz zwei. Doch dann gab ihr Wagen auf. Etwa eine Stunde lang mussten sie an dem Fahrzeug herumschrauben, damit sie die restlichen Meter bis zum Ziel schafften.
Erneut machten Ruhaltinger und Amort in stundenlanger Arbeit das Auto wieder fahrtauglich. Auch wenn es nicht im allerbesten Zustand war, ging es für den Kraiburger und seinen Kollegen am Montag weiter. Ihr Fahrzeug, Marke Tomcat hatte sie dieses Mal sicher ans Ziel gebracht. Vom Camp Beni Abes sollte es gestern weiter gehen. Vor ihnen lag wieder eine spannende Offroad-Strecke: 210 Kilometer, mit einem Fahrzeug nicht im allerbesten Zustand. Würden sie es sicher ins nächste Camp schaffen? Bereits kurz nach 6 Uhr herrschte Hektik im Camp. Obwohl ihre Tour von einigen technischen Problemen überschattet wurde, lagen Ruhaltinger und Amort am Ende des zweiten Renntages auf Platz 4 – eine gute Leistung.
Noch bis Samstag läuft die Tuareg-Rallye. kme