Waldkraiburg – „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Bau von Hochschulen – auch von dezentralen Einrichtungen – laut Bayerischer Verfassung Aufgabe des Freistaates ist.“ Mit diesen Worten tritt stellvertretender Landrat Günther Knoblauch (SPD) Kritik von Kreisrat Ulli Maier in der UWG-Mitgliederversammlung entgegen (wir berichteten).
Knoblauch stellt klar: „Wenn wir allerdings jetzt nicht vertraglich sicherstellen, dass dieses wissenschaftliche Zentrum nach Waldkraiburg geholt wird, laufen wir Gefahr, dass Waldkraiburg leer ausgeht und Nachbarstädte den Zuschlag erhalten.“ Wenn die Hochschule im Landkreis sei, gebe es immer noch die Möglichkeit zu Nachverhandlungen über staatliche Förderung. In Burghausen habe das funktioniert, nennt Knoblauch ein konkretes Beispiel. Dort sei auch ohne staatliche Förderung begonnen worden, im Nachhinein habe der Freistaat Bayern dann insgesamt fünf Millionen Euro bezuschusst.