Waldkraiburg-Pürten/St. Erasmus – Pürtens Moderator Done Brunnhuber wunderte sich, dass zum Heimatabend dieses Mal so viele „Trasner“ erschienen sind. Doch der „Trasner Gmoaschreiber“ Josef Sieghart rückte nach einigen „Derbleckereien“, etwa über die „Festfreudigkeit vom Groomer Franz“ oder den „Schirmherrn von der UWG“, in bewährt humorvoller Art mit dem Anliegen heraus: „Drum, es Pürtner Kameraden, lasst’s uns net länga darben; denkt’s nooch, dafür habt’s an Verstand und sogt’s Ja zum Patenamt!“
Zäh zogen sich nach der Zusage der Pürtner jedoch die Verhandlungen der Obrigkeiten im „stillen Kämmerlein“. Letztendlich sagten die „Trasner“ dem Patenverein zu, dass alle in Uniform teilnehmenden Pürtner Floriansjünger beim Fest mit zwei Mass Bier und einem Essen versorgt werden.
Ums Bittscheitl kamen die „Trasner“ trotzdem nicht herum. In drei Durchgängen wurden die Honoratioren erst durch eine „medizinische mobile Einsatz-Truppe“ untersucht, mit „hochprozentigen Spritzen“ versorgt und „scheitlkniefähig hergerichtet“. Schirmherr Bürgermeister Robert Pötzsch, Kommandant Josef Frank, der Vorsitzende Lorenz Schmidinger und Michael Inselsperger schlürften mit Strohhalm die leckere „Nudelsuppe mit Chili“, um dann „gemeinsam mit einer Halben zu löschen“. Fähnrich Konrad Mittermaier, Funkwart Andreas Stadler, Ludwig Huber und Patenbraut Sabine Englmaier mussten die Prozedur ebenfalls erdulden, ehe Done Brunnhuber die Pürtner Patenbraut vorstellen wollte: „G’suacht hamma glei auf da ganzen Woid und iaz steht’s vor da Tür – des Wahnsinnsgerät!“ Mit der „Schönheitskönigin Ludmilla aus Tadschikistan“ waren die „Trasner“ aber nicht einverstanden und begrüßten mit großem Hallo die „richtige“ Patenbraut Laura Holzner. Aus Solidarität „kniete auch sie noch auf dem Scheitl nieder“, zusammen mit den „aktiven Fest-Allroundern“ Peppi Manstetter, Dominik Franz, Dominik Inselsperger und Sebastian Sieghart. „Wos da Sebastian ned hot g’schafft – de Pürtner hams heit möglich g’macht!“ – kündigte der Done „den Star des Abends“ an: „Melissa“, alias Laura Holzner, erhielt mit ihrem gekonnten Auftritt bei „Die Nachbarin“ tosenden Applaus. Musikalisch wurde sie von ihrem Vater Schorsch Holzner begleitet.
„In meiner Amtszeit hab ich noch nie so viel gelacht wie heute und das erste Mal ‚eine Halbe ex‘ getrunken. Hier herrscht eine tolle Gemeinschaft“, ließ Bürgermeister Robert Pötzsch verlauten, ehe er das von der Toerring-Brauerei gestiftete Freibier-Fassl anzapfte. Auf ein fröhliches und schönes Feuerwehrfest vom 17. bis 20. Mai wurde daraufhin von allen angestoßen.