Wenn Not am Mann ist, holt die SPD Bernd Wegmann zurück.Foto Archiv
Waldkraiburg – „Ich vergleiche die jetzige Situation mit der beim FC Bayern. Wenn Not am Mann ist, holt man immer Jupp Heynckes zurück. So ist es bei uns mit Bernd“, schmunzelte der scheidende Vorsitzende Alexander Arnusch, der aufgrund einer beruflichen Weiterbildung sein Amt schon seit über einem Jahr nicht mehr ausübte.
Nachdem Noch-Vorsitzender Alexander Arnusch der Versammlung im „Ars Vivendi“ die Gründe für seinen Rückzug dargelegt hatte, berichtete Richard Fischer, stellvertretender Vorsitzender, über die Arbeit des Vorstandes, der die Aufgaben des Vorsitzenden seit dessen Rückzug unter sich aufgeteilt hatte.
In der Kommunalpolitik sei das Waldbad nach wie vor ein wichtiger Punkt. Der ÖPNV in Waldkraiburg werde immer wichtiger. „Und bei allen geplanten Neubauten“, kritisierte Fischer scharf, „sparen wir genau an einer Ecke, nämlich bei der Kinderbetreuung“. Das SGF-Gebäude würde saniert, obwohl man schon wisse, dass es den zukünftigen Bedarf nicht decken würde, so Fischer. Genau hier sollte ein Neubau her, denn auch das Wegerecht über den Penny-Parkplatz sei ungeklärt.
Der Kassenbericht von Hüseyin Cabuk ergab Einnahmen von 4506 Euro und Ausgaben von 4825, was einen Kassenstand zum Jahresende 2018 von 10576 Euro ergab. Mitglieder habe man aktuell 63.
Bei den Neuwahlen wurde als einziger Kandidat Bernd Wegmann mit 25 von 27 Stimmen zum Vorsitzenden gewählt. Auf einen Stellvertreterposten ist ein neues Gesicht in den SPD-Vorstand gerückt: Martin Sterz. Der Betriebsratsvorsitzende und Gewerkschafter wurde in der Versammlung vorgeschlagen, neben den Kandidaten Martina ArnuschHaselwarter, Barbara König und Fritz Stamp.
Ein aktueller Antrieb, sich im Vorstand zu engagieren, war für ihn die Sorge vor dem Erstarken der AfD. Als seine Anliegen nennt Stenz auf Anfrage vor allem, das Bild Waldkraiburgs nach außen hin aufzuwerten und mitzuhelfen, dass sich die Menschen das Leben in Waldkraiburg wieder leisten können.
Mit 17 Stimmen für Martina Arnusch-Haselwarter und elf für Martin Sterz wurden die beiden zu Stellvertretern gewählt. Als Beisitzer wurden Jürgen Zabelt, Jochen Stein, Richard Fischer, Michael König, Barbara König, Anni Will, Alexander Will und Fritz Stamp gewählt.
Michael König beantragte, im Vorstand demnächst über Organisationskultur zu sprechen, damit die Dinge einheitlich, klar und verständlich für die Mitglieder geregelt werden. In seinem Schlusswort versprach der neue Vorsitzende, diesen Punkt weiterzuverfolgen. Zum Abschluss appellierte er an alle Mitglieder, bei der Europawahl mitzuhelfen, damit die Partei ein gutes Ergebnis erreiche – denn Europa stehe für Frieden.sub