Toter Rex: Autopsie ohne Ergebnis

von Redaktion

Woran Schäferhund Rex gestorben ist, lässt sich nicht mehr exakt feststellen. Wochen nach dem Tod des Rüden liegen nun die Ergebnisse eines Labors in München vor. Mögliches Gift konnte aber nicht mehr nachgewiesen werden.

Waldkraiburg/Aschau – Auch fast zwei Monate später merkt man Helmut Huber noch an, wie schwer ihn der Tod seines Schäferhunds Rex getroffen hat. Obwohl er bei den ersten Anzeichen einer möglichen Vergiftung reagiert hatte und den Hund in eine Tierklinik brachte, konnten die Ärzte den Rüden nicht mehr retten. Spritzen und Infusionen halfen nichts, vier Tage später war Rex tot.

Extrem erhöhte Leberwerte waren für den Tierarzt ein Indiz für eine Vergiftung. Die Untersuchung der Organe sollte Gewissheit bringen. Wochenlang musste Huber auf den Befund aus einem Münchner Labor warten.

Am Ende Ernüchterung: „Gift ließ sich nicht mehr nachweisen“, heißt es von den Experten aus der Landeshauptstadt. Der Tierarzt hatte Huber zuvor ohnehin nur wenig Hoffnung gemacht: „Es gab nur eine geringe Chance, Gift nachzuweisen.“

Dafür könne es unterschiedliche Gründe geben. Weil der Hund am Ende nicht mehr zu retten war, wurde er eingeschläfert, um ihn von seinem Leid zu erlösen. Vier Tage lagen zwischen den ersten Anzeichen und dem Tod des Rüden. Zeit genug, dass sich das Gift im Körper abbauen könne, sagt der Arzt.

„Damit gibt es keine Chance mehr, den Verantwortlichen dafür zu finden“, fürchtet Huber. Bis heute kann er sich nicht erklären, wo Rex mit dem möglichen Gift in Berührung gekommen ist. Er hatte sogar eine Belohnung geboten für Hinweise auf den unbekannten Täter. Fehlanzeige – Huber erhielt keinen einzigen Hinweis.

Rex war ein vielversprechender Hund. Bei den sechs größten Hundeprüfungen war der Rüde vergangenes Jahr am Start. Mit gerade drei Jahren war er stets der jüngste Teilnehmer. Huber ist sich sicher: „Er war so exakt, er hätte international alles geschlagen.“ Der Vorsitzende des Schäferhundevereins Waldkraiburg kann dies gut einschätzen: Mit seinem Hund Hank vom Weinbergblick war er dreifacher Weltmeister. Viele seiner Eigenschaften habe Hank an seinen Sohn Rex weitervererbt.

Rex ist nicht der erste Schützling von Huber, der plötzlich starb. 2007 verlor er den Rüden Philipp vom Haus Pixner, damals vier Jahre alt. Kurz zuvor waren sie von der deutschen Meisterschaft heimgekommen. Huber vermutet, dass Philipp genau wie Rex vergiftet wurde.

Doch trotz des ernüchternden Laborergebnisses will Huber nach vorne blicken. Seinen neuen Schützling Cash – ein Sohn von Rex – hat er vom Züchter schon zu sich nach Hause geholt. Aber der knapp einjährige Rüde steht erst am Anfang seiner Ausbildung.

Mit dem Hundesport geht es für Huber trotzdem jetzt schon weiter. Einem Mitglied aus dem Schäferhundeverein Waldkraiburg hat er dessen vierjährigen Hund abgekauft. Huber kennt das Tier von klein auf, schließlich ist es oft bei den gleichen Prüfungen am Start gewesen wie Huber mit seinem Rex.

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