Waldkraiburg – Das Jahreskonzert der Sing- und Musikschule zeigte auch in diesem Jahr, welch hohe Qualitätsansprüche in Waldkraiburg vermittelt werden – die jungen Talente von neun bis 28 Jahren bewiesen ihr Können im Haus der Kultur an verschiedenen Instrumenten eindrucksvoll. Manche sind schon seit Jahren dabei.
Zu Beginn spielte die erst neunjährige Sophia Koziolek an der Violine ein Stück von Oskar Rieding mit schönem Ausdruck und einer gekonnten Bogenführung. Es folgte das Streichensemble der Klasse Beatrix BeneGodany, die an Violine und Cello „Viva la Vida“ von Coldplay präsentierten: ein Song, den man sofort an seinen ersten Takten erkennt.
Traditionelles aus Wales auf dem Hackbrett und der Harfe bot die Klasse von Veronika Vorbuchner dar. Leonie Krammer, Leonie Lutsch und Elisabeth Lasetzky konnten das lebhafte Tempo und den Ausdruck des „Hornpipe“-Tanzstückes wunderbar rüberbringen.
Die Klasse von Guillermo Vélez erschuf dagegen Bilder vor den Augen der Zuhörer: Das Arashi-Ensemble mit seinen verschiedenen Flöten ließ den „Vogel im Käfig“ in all seiner Traurigkeit, seinem Wunsch nach Freiheit aufleben.
Mit einem Stück von Ludwig van Beethoven beeindruckte Lukas Großpietsch am Klavier. Auch schwierige Passagen mit Tempiwechseln meisterte er souverän und holte den kontrastierten Stil des Meisters eindrucksvoll auf die Bühne.
Sabine Libera ist ein seit Jahren bekanntes Gesicht beim Jahreskonzert, denn schon früh erreichte sie am Cello eine große Kunstfertigkeit. In diesem Jahr zeigte sie diese an einer Cello Suite von Benjamin Britten, die ihr einiges abverlangte. Von schnellen Wechseln geprägt spielte die junge Musikerin mit großem Können und offensichtlicher Leidenschaft für ihr Instrument.
Das Querflötenensemble brachte dann wieder ein sehr bekanntes Stück auf die Bühne: „Let it be“ erhielt durch die lieblichen Instrumente eine ganz andere Qualität. Anschließend betraten die Sängerinnen Urtesa Maxhuni und Aleen Kötter die Bühne. Mit „Diamonds“ von Rihanna hatte sich Erstere sicherlich keinen leichten Song ausgesucht, den sie mit einer raumgreifenden Stimme vortrug.
Wie ein Singer-Songwriter kam Aleen Kötter bei „Dancing on my own“ mit ihrer Gitarre rüber. Ein schöner Sopran entfaltete sich zur gekonnten Gitarrenbegleitung, ein wenig folkig, sehr emotional. Ihr Gesicht kennen viele schon aus Film und Fernsehen.
Nach der Pause spielte Viviane Bach am Klavier ein Stück von Yann Pierre Tiersen mit viel Ausdruck. Ein Sommertag entfaltete sich vor den Augen der Zuhörer. Das Gesangsquartett der Klasse von Agnes Burger bot schließlich noch „Secret Love“ dar, zum Teil mehrstimmig gesungen. Zum Abschluss ließ das Jugendblasorchester unter der Leitung von Raimund Burger die Herzen der Fans im Saal höher schlagen: neben drei anderen Stücken spielte das Orchester sich durch die Filmmusik von „Star Wars“, der auch die Zugabe gewidmet war. Ganz zum Abschluss gab es dann noch „When you say nothing at all“, am bekanntesten interpretiert von Ronan Keating. Beeindruckte Stimmen der zahlreichen Besucher im großen Saal gab es anschließend vor allem für die jungen Solisten und ihr großes Können.sub