Wohin mit den Wohnmobilen?

von Redaktion

Soll das Volksfestgelände als Parkplatz für Wohnmobile geöffnet werden, um die Parksituation in den Wohngebieten zu entspannen? Eine Mehrheit im Gemeinderat ist dafür, will aber klare Regelungen. Pkws und erst recht Lkws sollen nicht zugelassen werden.

Kraiburg – Bürgermeister Herbert Heiml (CSU) ist skeptisch. Er will nichts davon wissen, dass Lkws auf dem Volksfestgelände abgestellt werden und gar beim Rangieren den Asphalt beschädigen. Und bei anderen Fahrzeugen kann er sich eine praktikable Lösung auch nicht gut vorstellen. Strikt gegen das Abstellen von Fahrzeugen ist auch Adrian Hilge (SPD). Seine Befürchtung: Da werden dann auch allerhand Schrottfahrzeuge abgestellt. „Wie werden wir den Schund wieder los? Wie ist das mit der Haftung?“ Er stellte zudem infrage, ob dieses Angebot überhaupt angenommen würde. Auch Werner Schreiber (SPD) ist gegen die Öffnung des Geländes als Parkplatz.

Andere Gemeinderäte können sich dies sehr wohl vorstellen. Erich Unterforsthuber (UWG) etwa, der den Vorschlag machte, eine ähnliche Regelung wie am Schweppermannring einzuführen, feste Stellplätze zuzuweisen, „die auch was kosten könnten“, und Schlüssel für die Zufahrt gegen Pfand oder Gebühr auszugeben. „Das wäre eine praktikable Lösung und wir hätten auch Ordnung da.“

Kostenpflichtige Parkplätze würden nicht angenommen, wandten Markus Rauscher und Ludwig Kamhuber ein. Auch ein Bürger, der selbst ein Wohnmobil hat und über die engen Parkflächen in der Siedlung klagte, hält das für kontraproduktiv. Der Fußweg vom Festgelände ins Wohngebiet schrecke die Leute dagegen nicht ab, meinte er in einer Wortmeldung.

Auch Angelika Hefer (Grüne) und Zweite Bürgermeisterin Anette Lehmann (UWG) versprechen sich von Parkplätzen am Volksfestgelände eine Entspannung der Situation in den Siedlungsstraßen.

Alfons Wastlhuber (UWG) ist eine ganz klare Regelung wichtig. „Vielleicht gibt es andernorts ein Muster für eine Satzung oder Verordnung.“ Sein Fraktionskollege Gerhard Preintner bekräftigte, dass eine Öffnung für Autos nicht in Frage komme, „nur für Wohnmobile“. Mit 13:3 Stimmen gab es dafür einen klaren Grundsatzbeschluss. Jetzt soll es um die Umsetzung gehen. In einem ersten Schritt müsse die Gemeinde nun ausloten, ob die Betroffenen Interesse haben“, so Erich Unterforsthuber. „Wenn wir keine Rückmeldungen kriegen, müssen wir es anders lösen.“

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