Gars – Rund 12200 Hilfeersuchen wurden im vergangenen Jahr an das Soziale Nachbarschaftliche Netzwerk „SoNNe“ in Gars gerichtet. Das wurde in der Hauptversammlung des gemeinnützigen Vereins im Garser Pfarrheim deutlich.
In der Versammlung des Vereins im Garser Pfarrheim präsentierte der Vorstand rund um Pater Ulrich Bednara Zahlen und Fakten, die eine „äußerst positive Entwicklung“ im Sinne der Hilfesuchenden“ belegen. Während 2017 noch rund 8900 Helfereinsätze in den vom Verein betreuten Gemeinden Aschau/Inn, Gars, Haag, Jettenbach, Kirchdorf, Reichertsheim und Unterreit angefallen waren, stieg die Zahl der Hilfeersuchen im Jahr 2018 auf knapp 12000 und damit um rund 25 Prozent.
Den größten Zuwachs verzeichnet der Verein laut Einsatzleiterin Silvia Wolf beim Essen auf Rädern, „hier war zuletzt eine zeitgerechte Versorgung der zu Verpflegenden nur noch schwer möglich. Neben weiteren ehrenamtlichen Helfern, die erfreulicherweise schnell zu ‚rekrutieren‘ waren, musste auch ein weiteres Fahrzeug angeschafft und das Tablettsystem entsprechend erweitert werden“, so die Einsatzleiterin.
Zahlreiche Spenden aus der Wirtschaft und von Privatpersonen hätten es dem Verein ermöglicht, nicht nur die entstandenen Versorgungsengpässe zu beheben, sondern auch für die Zukunft weitere Kapazitäten schaffen zu können. „Nicht zuletzt ein Verdienst auch der Wasserburger Zeitung“, betonte Wolf. „Durch die regelmäßige Berichterstattung wurden viele Menschen erreicht, die bis dahin nichts vom Verein wussten, den Verein nun aber gerne mit Spenden oder als ehrenamtliche Helfer unterstützen.“
Dem Verein liegt nach Worten der Einsatzleiterin nichts an einer Gewinnoptimierung, die Beiträge bleiben stabil und auch die durch die Hilfesuchenden zu leistenden Unkostenbeiträge bleiben unangetastet niedrig. „Ziel muss es bleiben, allen Hilfesuchenden, ungeachtet derer finanziellen Möglichkeiten, Hilfe zukommen lassen zu können.“ Ein Standpunkt, der auch von fast allen durch den Verein versorgten Gemeinden geteilt werde, nur eine würde die seinerzeit vereinbarten Zuwendungen seit Jahren nicht entrichten, so Wolf. „Um kostendeckend arbeiten zu können, sind diese jedoch unverzichtbar, eine Streichung würde sich durch deutlich höhere Kosten für die Hilfesuchenden bemerkbar machen.“ Der von der Kassenwartin Brigitte Seibold vorgetragene Kassenbericht verweist auf einen ausgeglichenen Haushalt, bei dem die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, von den Hilfeersuchenden zu tragenden Kostenanteile, den Spenden und den Zuwendungen durch die Gemeinden beinahe deckungsgleich zu den Ausgaben sind.
Auch die Kassenwartin betonte, dass der Verein auch weiterhin auf Spenden und die Zuwendungen durch die Gemeinden angewiesen ist. Dennoch: Der Verein verfüge über ein zwar überschaubares, aber solides Finanzpolster. re