Mittergars – Neuwahlen standen bei der Hauptversammlung des Mittergarser Dorfforums auf dem Programm. Aktuell hat das Forum 52 Mitglieder.
Den Slogan „Mittergars – ein Dorf zum Leben“ hatten sich die Mittergarser im Zuge der Dorferneuerung als Leitziel gegeben. Dass das klappt, dafür verantwortlich ist neben den Vereinen das Dorfforum. Ein sechsköpfiges Führungsteam führt diese Organisation, die aus Mittergars nicht wegzudenken ist. Wie aktiv dieses Team ist, zeigte sich wieder in der Jahresversammlung im Dorfsaal.
Über das Dorf hinaus bekannt sind die Wanderungen des Dorfforums, nach Gine Zieglgänsberger waren es letztes Jahr zwischen
April bis Ende September 26 Wanderungen mit im Schnitt rund 50 Wanderfreunden. Im Rahmen des Kulturprogrammes wurde ein heiterer Abend mit den „Neu-Rosenheimern“ angeboten und das Kindermusical fand große Begeisterung. Auch am Ferienprogramm beteiligte sich das Dorfforum. Heuer kommt das „Klik-Klak-Theater“ für die Kinder, auch eine große Zaubershow wird im Dorfsaal gastieren. Geplant sind auch wieder ein Schafkopfkurs sowie eine KZ-Führung.
Max Voglmaier wies auf die große Sterbebildsammlung hin mit Bildern aus längst vergangener Zeit, die etwa zur Ahnenforschung bei ihm auszuleihen sind. Voglmaier erinnerte auch, dass es nun schon seit 25 Jahren die Dorfgemeinschaft mit Arbeitskreisen gibt, seit 23 Jahren Dorfzeitung mit allem Wissenswertem und seit 19 Jahren den Dorfladen, „der besonders wichtig für die Bevölkerung ist“. Seit 18 Jahren finden im Dorfsaal Veranstaltungen statt, „auch Starkbierfeste und Theater bereichern das Dorf“, so Voglmaier.
Das Dorfforum hat 52 Mitglieder, die Leitung haben Max Voglmaier, Franziska Schweiger-Hubl, Johannes Hofmann, Roland Thanhäuser und Michaela Obergrußberger. Gine Zieglgänsberger stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl, Ersatz konnte nicht gefunden werden.
In Zusammenarbeit mit dem CSU-Ortsverband Gars gab es an diesem Abend auch einen Gastvortrag mit Landtagsabgeordnetem Dr. Marcel Huber, der zum Thema „Nachhaltiges Leben in Zeiten des Klimawandels“ sprach. Er ging in seiner Rede unter anderem auf die Nachhaltigkeit ein: Es könne nicht sein, dass ein Großteil der Bevölkerung gegen die Stromtrassen sei, aber auch nicht mit Windparkanlagen, Fotovoltaik, Pumpspeicherkraftwerken, Wasserkraft, Geothermie und Biogas einverstanden sei. „Wir brauchen Lösungen“, forderte Huber, „denn wir brauchen über die großen Stromleitungen aus dem Norden nicht klagen, wenn wir bei uns nichts haben wollen“. Zum Thema Volksbegehren meinte Dr. Huber, dass zwei Welten – einerseits die Welt der Landwirte und andererseits die Welt der Verbraucher – zusammengeführt werden sollen. „Es muss auf beiden Seiten viel getan werden.“ Zum Thema Nachhaltigkeit stellte er fest: „Wie schaut ein nachhaltiges Dorf aus? Schaut Euch einfach Mittergars an.“