Taufkirchen – Sei 60 Jahren sind Hans und Agathe Ortmaier schon ein Ehepaar und können auf eine gemeinsame schöne Zeit zurückblicken.
„Mitanand oit werden is aa bsunders Glück“, sagen sie und genießen die Zweisamkeit in ihrem Heim in Schönhub. Dort erblickte Hans am 16. August 1933 das Licht der Welt und wuchs mit zwei Schwestern auf. Schon in seiner Schulzeit musste er zu Hause mithelfen, da der Vater noch im Jahr 1945 an die Front musste und bereits 1946 verstarb. Mit der erneuten Heirat seiner Mutter wurde der elterliche Hof verpachtet und auf den Gruberhof umgesiedelt. Im Jahr 1958 kam er als Jungbauer auf den Schönhuberhof zurück und bewirtschaftete das Anwesen wieder selbst.
Seine Gattin kam am 22. März 1936 in Holzlehen zur Welt und wuchs mit acht Geschwistern auf. Nach der Schulzeit kam sie als Magd auf den Hansreiterhof und blieb dort bis zu ihrer Hochzeit. Als Nachbarn lernten die beiden sich besser kennen, der Funke sprang bei einem Radlerausflug über.
Geheiratet wurde am 1. April 1959, der Start ins Familienglück, das mit den Söhnen Hans und Konrad und Tochter Rosmarie und später mit drei Enkeln gekrönt wurde. Als Nebenerwerbslandwirt sorgte der Familienvater zuerst als Fleischkontrolleur bei kleineren Metzgereien und bei Hausschlachtungen und später bis zu seinem Ruhestand im Schlachthof für ein zusätzliches Einkommen. Zwischendurch war er in der Rovita und bei der Nitro beschäftigt. Seine Gattin sorgte für Familie und Hof und ist schon seit 27 Jahren Marktstandlerin mit Leib und Seele. Bekannt auf Wochenmärkten, Bauern- und Christkindlmärkten gibt es bei ihr Selbstgebasteltes, Gartenpflanzen und Köstliches aus der Bauernküche.
Der Ruhestandsalltag besteht beim Hans aus Radltouren rund um Taufkirchen und er ist für die Versorgung der Hühner zuständig. „Außerdem gibt es immer etwas zum Werkeln.“
Beide sind Mitglieder beim Seniorenclub, Hans Ortmaier war sieben Jahre Radlervorstand und ist Mitglied bei der Zeilinger Feuerwehr und dem Georgiverein. Seine Gattin ist Mitglied beim Gartenbauverein und geht noch zu den Schießabenden der Alt und Jungschützen, „aber nur zur Geselligkeit“.