„I hätt nia glaubt, dass ich amoi so alt werd“

von Redaktion

Marianne Haider feiert 90. Geburtstag und ist stolz auf zehn Enkel und zwei Urenkel

Unterreit – „I hätt nia glaubt, dass ich amoi so alt werd“, meint Marianne Haider etwas nachdenklich, aber zufrieden. Mit ihrer Familie und Nachbarn feierte sie in Wang (Gemeinde Unterreit) ihren 90. Geburtstag.

Lang war die Liste der Gratulanten: Unter anderem sprachen auch die Vertreter des Kirchenchors und des Frauenbunds ihrem Mitglied zum Ehrentag ihre Glückwünsche aus. Über 50 Jahre war Marianne Haider eifriges Mitglied im Kirchenchor, sie war Gründungsmitglied des Frauenbundes Wang, Mitglied im Pfarrgemeinderat und ist immer noch aktives Mitglied beim Seniorenclub. „Der Verein ist wichtig in der Gemeinde, hier treffen sich Gleichaltrige bei geselligen Nachmittagen im Dorfsaal“, sagt die Jubilarin.

Ihre Wiege stand in Dirnberg, dort erblickte sie 1929 als Marianne Binsteiner das Licht der Welt. Mit vier Geschwistern wuchs sie auf, in Wang besuchte sie die Volksschule. Vom Besuch der achten Klasse wurde sie befreit, da ihr Vater bereits 1940 verstarb und sie zu Hause in der elterlichen Landwirtschaft gebraucht wurde. In ihrer Jugend besuchte sie dann die Haushaltungsschule in Wasserburg.

Ihren späteren Gatten Benedikt Haider lernte sie beim Chorgesang kennen, geheiratet haben die beiden im Jahr 1950: „Ich hab‘ es nie bereut, jung geheiratet zu haben.“ Neben ihrer Sorge um ihre zwei Töchter und die drei Söhne kümmerte sie sich um den Schuhladen, der einer Schuhmacherwerkstatt angeschlossen war. In all den Jahren vergrößerte sich die Familie, zehn Enkel und zwei Urenkel lieben ihre Oma. Schwer war für sie der Tod des Gatten im Jahr 2009.

Die Jubilarin liebt Handarbeiten, besonders das Stricken hat es ihr angetan und so strickte sie noch vor zwei Jahren für die Wanger Kommunionkinder 56 Schafe. Gut versorgt von ihrer Familie genießt sie jetzt ihren Lebensabend, wobei der Rollator sie noch mobil macht. fim

Artikel 1 von 11