Waldkraiburg – Die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Asyl Waldkraiburg im neuen „Treffpunkt Miteinand“ der Caritas in Maria Schutz fand große Resonanz bei Ehrenamtlichen aus verschiedenen Bereichen und hauptamtlichen Vertretern von Organisationen und Behörden.
Patrick Schumann, Geschäftsbereichsleiter aus dem Landratsamt, informierte über Änderungen des Asylrechts, vor allem im Bereich Ausbildung und Arbeit. Gerade die Integration von Flüchtlingen in Arbeitsmarkt und Ausbildung stellt alle Beteiligten immer noch vor große Probleme.
AK-Vorsitzender und Zweiter Bürgermeister Richard Fischer berichtete über ein erfolgreiches Projekt im „Freiraum 36“, bei dem Geflüchtete vor allem Umgangsformen und Normen in Deutschland kennenlernten. Vor einigen Monaten wurde dort eine große Küche eingerichtet, in der Menschen gemeinsam unter Begleitung kochen können – ein soziales Projekt, aber auch gedacht, um ins Gespräch zu kommen und ungezwungen zu beraten. Weiter angeboten wird das Internetklassenzimmer, das unterstützendes Deutschlernen ermöglicht, nicht nur im Haus des Buches, sondern mittlerweile auch im Freiraum 36.
Die Angebote im sportlichen Bereich seien mal besser, mal schlechter angenommen. Man werde sehen, wie es im Sommer klappt, wenn auch auf dem Gelände der Erstaufnahme Betätigungsmöglichkeiten geschaffen werden sollen. Das Wir-Café im Haus am Ölberg laufe nach wie vor sehr gut, auch das sei eine Möglichkeit für Austausch, gemeinsames Kochen und Gespräche. „Die Kleiderkammer mussten wir im letzten Jahr auflösen. Mittlerweile werden die Flüchtlinge in dieser Hinsicht gut versorgt und das wurde nicht mehr gebraucht. Dafür brauchen wir jetzt Lebensmittel und Einrichtungsgegenstände“, so Fischer. Die Lebensmittel werden für Kochmöglichkeiten verwendet, die Einrichtungsgegenstände helfen Asylbewerbern, die in eine eigene Wohnung umziehen.
Zweiter Vorsitzender und Caritas-Kreisgeschäftsleiter Richard Stefke führte anschließend durch den „Treffpunkt Miteinand“, der nicht nur für Geflüchtete eine Anlaufstelle sein soll, sondern offen für alle Hilfsbedürftigen, zum Beispiel auch in der Schuldnerberatung.