Soll der Marktpark für Hunde gesperrt werden?

von Redaktion

Anleinpflicht, Parkprobleme, schlechte Straßen Themen in der Bürgerversammlung – Kleine Schnapsflaschen geben Rätsel auf

Kraiburg – Das kommt auch nicht in jeder Bürgerversammlung vor. Gerhard Wastlhuber nutzte dieses Forum, um ein Rätsel zu lösen, das ihn umtreibt. Wastlhuber ist regelmäßig bei der Aktion Ramadama dabei. Er sammelt an der Umgehungsstraße und findet dort seit Jahren „lauter kleine Schnapsflaschen, 50, 60, 70! Das ist irre!“, so der Kraiburger zur Erheiterung der Besucher. Jetzt reicht es ihm. Er setzte in der Versammlung eine Belohnung aus, „für denjenigen, der mir sagt, wer das ist“.

Es war eines von vielen Themen, die an diesem Abend in der Remise vorgebracht wurden. Besonders häufig ging es dabei ums Parken.

Angelika Igerl regte an, bei Fremdveranstaltungen in der Remise mit auswärtigen Besuchern bekannt zu geben, wo sich Parkplätze befinden. Manchmal sei der Bereich „so zugeparkt, dass kein Durchkommen mehr möglich ist“. Auch Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge haben dann Probleme.

Bürgermeister Herbert Heiml: „Parken ist bei uns in Kraiburg sowieso ein Problem.“ Aus seiner Sicht wäre eine Möglichkeit, ein Schild aufzustellen mit Hinweisen auf Parkplätze.

Gemeinderat Adrian Hilge erkundigte sich nach der Hundeanleinpflicht: „Wie kommt die Gemeinde auf Verstöße? Wie werden sie wirkungsvoll geahndet?“

Bürgermeister Heiml: „Wir haben die Anleinpflicht, aber es ist ungeheuer schwer, Verstöße nachzuweisen.“ Es erfordere Mut, jemanden aufzufordern, seinen Hund anzuleinen, oder sich den Ausweis zeigen zu lassen. Er könne nur appellieren. „Erst wenn wir was Handfestes haben, können wir gegen Verstöße vorgehen.“

Hilge verwies auf andere Kommunen, wo Mitarbeiter vom Ordnungsamt „stichprobenartig“ kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Für einen neuralgischen Bereich hält er den Marktpark, wo immer wieder Hunde frei herumlaufen. „Das ist kein gutes Gefühl.“

Eine Bürgerin forderte, den Marktpark für Hunde zu sperren.

Dazu Heiml: Über eine Sperrung des Marktparks müsse der Gemeinderat beraten.

Michael Hefer, der selbst seit Kurzem ein Wohnmobil hat, begrüßt die Ankündigung des Gemeinderats, den Volksfestplatz für Wohnmobile zu öffnen. „Die Idee finde ich gut.“ Der Platz werde 360 Tage im Jahr nicht genutzt. Um das Parkproblem in den Siedlungsstraßen zu entspannen („In einigen Straßen ist die Parksituation ein einziges Desaster.“), schlug er vor, einen Grünstreifen in der Graf-Engelbert-Straße, der bereits auf der gesamten Länge aufgerissen sei, mit Rasengitterpflaster zu versehen und als Parkplatz für Wohnmobile zur Verfügung zu stellen.

Doch es gibt auch andere Stimmen. Darauf verwies der Bürgermeister. Es sei richtig, Rasengittersteine zu verlegen, denn irgendwo müssen die Autos hin. „Aber man darf es auch nicht übertreiben.“ Da brauche es „viel Fingerspitzengefühl“.

Elisabeth Hilge beklagte sich über einen Lastwagen, der regelmäßig abends im Bereich der Silveriostraße stehe.

Heiml sicherte zu, die Verkehrsüberwachung zu schicken und mal mit der Polizei zu reden.

Gemeinderat Erich Unterforsthuber appellierte an die Bürger, in solchen Fällen müsse jeder auch mal einen Zeugen machen.

Heiml: Nur dann könne die Gemeinde das verfolgen.

Josef Unterforsthuber ärgert sich, dass er keinen Handyempfang in Wanglbach hat. Seit 20 Jahren sei das so. „Kann die Gemeinde helfen?“

Heiml: „Das ist ein Problem“, die topografischen Verhältnisse seien schwierig in diesem engen Tal. Andererseits gebe es aber auch Bürger, die nicht glücklich sind über neue Masten.

Franz Kifinger bemängelte den schlechten Zustand von Straßen im Außenbereich.

Heiml räumte ein, dass die Gemeinde da hintendran sei. „Wir sind keine Weltmeister im Straßenbau.“ Jedes Jahr sei der Gräter im Einsatz, das mache die Straßen schon besser. „Wir werden auch heuer was machen.“ hg

Artikel 3 von 11