Jettenbach – Viele Trauernde nahmen im Grafengarser Friedhof Abschied von Anna Tanzer. Sie war nach längerer Krankheit, aber nun doch überraschend, im Krankenhaus Mühldorf gestorben. Pater Alois Staudtner hielt das Requiem und nahm auch die Einsegnung vor. Anna Tanzer wurde am 17. Oktober 1925 am Kreuzberg in Jettenbach geboren. Zusammen mit drei Geschwistern wuchs sie im Hagn-Anwesen auf. Durch die Krankheit ihrer Mutter musste sie diese früh in Haus und Hof unterstützen. 1944 kam die Einberufung zur Wehrmacht. In der Munitionsfabrik St. Georgen erhielt sie eine Sanitätsausbildung. Mehrere Tieffliegerangriffe hat sie glücklich überstanden. Die Bombenangriffe auf Traunstein und Mühldorf erlebte sie hautnah mit. 1950 heiratete sie Alfred Tanzer. In mühseliger Handarbeit errichteten die beiden ihr Haus am Kreuzberg. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor, zwei Enkelsöhne und vier Urenkel erfreuten die Oma. Schwer traf sie der Tod ihres Mannes im Jahr 2007. Eine willkommene Ablenkung in ihrem Alltag waren die Treffen der Nachmittagsgruppe und die monatlichen Krankengottesdienste. Bis ins hohe Alter hat sie ihr geliebtes Fahrrad benutzt. Als aktive Beifahrerin im Auto ihres Sohnes waren in den letzten Jahren erlebnisreiche Kaffeefahren noch möglich. Im Januar ist Anna Tanzer in ihrer Wohnung gestürzt. Ein Bruch der bereits operierten Hüfte und die Erscheinungen des fortgeschrittenen Lebensalters machten einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt erforderlich. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Jettenbach-Fraham und die Frauengemeinschaft Jettenbach haben ein treues Mitglied verloren.ste