Gars –In der Sitzung des Mittelschulverbands Gars stand neben den Haushaltsbeschlüssen der erhebliche Sanierungsbedarf des Schulgebäudes, der Sporthalle mit Schwimmbad und der Außenanlagen im Mittelpunkt.
Ungehalten über die schon seit 2008 immer wieder notwendig gewordenen Mängelbeseitigungen an den Gebäuden der Mittelschule zeigte sich in der Sitzung des Schulverbands Bürgermeister Norbert Strahllechner. „Die Sanierung geht mittlerweile ins zwölfte Jahr. Die Schule ist marode“, stellte er fest. Es sei ein Fehler gewesen, die Sanierung nicht von Anfang an gründlich genug vorzunehmen. Es habe Wasserrohrbrüche und durchgerostete Heizkörperzuleitungen gegeben, weil bei der früheren Generalsanierung mit einem Kostenvolumen von 5,3 Millionen Euro eigentlich notwendige Maßnahmen ausgeklammert worden seien.
Strahllechner wies darauf hin, dass in einem schon lange anhängigen Gerichtsverfahren im Juli eine Entscheidung zu Entschädigungsansprüchen der Gemeinde zu erwarten sei. Auch sei ein Architekt beauftragt worden, der den derzeitigen Sanierungsbedarf ermittelt und einen Plan zur grundlegenden Beseitigung der Mängel vorgelegt habe.
Im Übrigen würden die Gesamtkosten auch durch die Umsetzung der notwendigen Brandschutzbestimmungen erhöht.
Der Bürgermeister forderte, dass der Schulverband unter den gegebenen Umständen unbedingt Rücklagen bilden müsse, um dem künftigen schwer einschätzbaren Finanzierungsbedarf gerecht zu werden.
Dazu teilte Kämmerin Maria Lohner mit, dass es für 2019 eine gravierende Erhöhung der Umlage im Schulverband gebe, sie betrage jetzt pro Schüler 6300 Euro. Nach Abwägen der Vor- und Nachteile einer solchen Erhöhung, wobei Strahllechner noch anführte, dass man die derzeit gute Finanzlage der Gemeinden ausnutzen müsse, stimmten auch die Bürgermeister Annemarie Haslberger, Reichertsheim, und Gerhard Forstmeier, Unterreit, der Haushaltssatzung für 2019 zu.
Ein weiteres Thema war in der Sitzung die Aktualisierung der EDV-Anlage im Rahmen des Förderprogramms „Digitalbudget“. Dazu wurde mitgeteilt, dass die bestehende Anlage der Mittelschule unter Einsatz erheblicher Finanzmittel erst auf den Stand gebracht werden müsse, die eine Aufrüstung mit modernen Endgeräten rechtfertigt. Auch sei noch das pädagogisch- didaktische Konzept der Lehrer abzuwarten, um die Planung effektiv zu machen. Diskutiert wurde, ob eine Garser Firma beauftragt werden soll oder ob zuerst ein zweites Angebot eingeholt werden soll. Man einigte sich schließlich angesichts der Komplexität des Auftrags, für dessen Durchführung und längerfristige Betreuung eine Präsenz vor Ort notwendig erscheinen lässt, darauf, das Angebot der Firma MG Datentechnik anzunehmen.
Damit werde auch die Voraussetzung erfüllt, das Förderprogramm „Digitalbudget“ in Anspruch nehmen zu können. Die Zustimmung gilt vorbehaltlich der Übernahme eines Drittels der Kosten durch den Schulverband Grundschule.
Einstimmig beschlossen die Verbandsmitglieder auch die im Jahr 2018 ermittelte Pro-Kopf-Pauschale für Schüler in Höhe von 110 Euro. Sie gilt für den Kostenersatz durch die Gemeinden und wird dem Haushaltsplan zugrunde gelegt. Bruno Münch