Ein kaputter Fahrstuhl? Seit Monaten außer Betrieb? Da war doch was, diese Geschichte kommt einem bekannt vor. Stimmt, die Bewohner in der Prager Straße 6 mussten lange Zeit Treppen steigen. Nicht immer so einfach, wenn man körperlich eingeschränkt ist. Schlimm genug, dass die Mieter rund zwei Monate ohne Aufzug waren und oft kaum ihre Wohnungen verlassen konnten. Doch die Wohnanlage am Stadtplatz 20 toppt das Ganze noch.
Hier steht seit 18. Januar der Fahrstuhl still, nichts geht mehr. Außer Betrieb genommen. Und was ist seitdem passiert? Nichts. Noch heute steigen die Mieter Treppen. Wem es bis zum sechsten oder gar siebten Stock zu anstrengend ist, der muss eben in seiner Wohnung bleiben. Ein Zustand, der so nicht tragbar ist. Was nützt einem eine Mietminderung, wenn man nicht rausgehen und am öffentlichen Leben teilhaben kann?
Das Kuriose daran: Beide Gebäude – Prager Straße 6 und Stadtplatz 20 – haben den gleichen Eigentümer. Da drängt sich einem doch die Frage auf: Wieso fährt der Aufzug in der Prager Straße längst wieder, während er am Stadtplatz noch nicht einmal die Türen öffnet? Angeblich ist die Reparatur des Aufzugs im Gange, bis Ende nächster Woche soll er wieder benutzbar sein. Ein genaues Datum gibt es aber noch nicht.
Warum das Ganze so lange dauert oder wieso man die Bewohner auf sich gestellt lässt, darüber schweigt sich die Hausverwaltung aus. Kein schöner Umgang mit den Mietern jedenfalls.
Schlechter Umgang? Kuh Bernadette ist das völlig fremd. Diese Woche ist sie umgezogen vom Tegernsee nach Aschau auf den Moyer Hof. Eine weite Reise für eine Kuh, eine kleine noch dazu. Denn Bernadette wird immer so klein und schmächtig wie ein Kalb bleiben. Ein Gendefekt, der ihre neue Mitbewohner aber sicherlich nicht stören wird. Mit zwei Eseln soll sie sich künftig die Weide teilen. Und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann eine Kuhgenossin an ihrer Seite?
Einen kleinen Abschied hat diese Woche auch Kraiburgs Bürgermeister Herbert Heiml gefeiert. Ozapft is auf dem Frühlingsfest – für Heiml zum letzten Mal als Bürgermeister. Da hat er sich noch einmal richtig ins Zeug gelegt: Zweieinhalb Schläge und nicht gepritschelt – besser geht‘s kaum.
Im Festzelt waren am ersten Abend auch einige Kommunalpolitiker. Unter ihnen auch Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder, in Begleitung seiner SPD-Gemeinderäte Manfred Römer und Hans Baumgartner. Eine parteiübergreifende Fahrgemeinschaft also.
Übergreifend über Religionen hinweg ist die Trauer nach den Osteranschlägen in Sri Lanka. Das zeigt sich auch in Waldkraiburg. Ein Terrorakt, der Ausdruck unsäglicher Gewalt und tiefsten Hasses ist, der tiefe Wunden in unsere Herzen gerissen hat. Dies schreibt Ahmet Baskent an Pater Berndhard Stiegler. Ihm und seiner Türkisch-Islamischen Gemeinde war es ein Anliegen, der katholischen Gemeinde bei einem persönlichen Treffen ihr Beileid und Anteilnahme auszusprechen. Aufs Schärfste verurteilen sie diese Taten und trauern mit allen Christen, heißt es auf der Beileidskarte.
Nach solchen grausamen Taten ist es wichtig, dass alle Gläubigen zusammenstehen und somit ein Zeichen setzen für ein friedliches Miteinander. Ob Christen, Juden oder Muslime: Keine Religion der Welt rechtfertigt Gewalt. Dass die Türkisch-Islamische Gemeinde nun auf die katholische Gemeinde zugegangen ist, war eine wichtige Geste. Ein schöner Umgang zwischen Muslimen und Christen.