Unterreit – Zuerst war sie ehrenamtlich engagiert in der Pfarrei Herz Jesu in Brand und in engem Kontakt mit dem Kloster Stadl und seinen Schwestern – jetzt feierte die Einzelhandelskauffrau und examinierte Altenpflegerin als Sr. Claudia Maria König ihre Profess gemeinsam mit den Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser in ihrem Provinzhaus in Stadl.
Nach der Einführungszeit in Postulat und Noviziat hat sie sich Schwester Claudia Maria nun für zwei Jahre an Gott und an die Gemeinschaft gebunden. „Profess feiern heißt, sich auf einen Weg einlassen!“ Sr. Anneliese Herzig, die Sr. Claudia Maria durch die Zeit des Noviziats begleitet hatte, stellte in ihrer Ansprache die Verbindung zum Emmaus-Evangelium des Ostermontags her. „Wie die Jünger, die sich in dieser Textstelle auf den Weg machen, gehen wir nicht alleine – Jesus ist dabei, wenn wir unterwegs sind, innehalten, ausruhen und neue Kraft schöpfen oder miteinander Mahl halten“, führte sie aus.
Gleichzeitig heiße Profess feiern auch, sich zu verwurzeln. Provinzoberin Sr. Ruth Maria Stamborski nahm im Auftrag der Gemeinschaft die Gelübde entgegen und überreichte Sr. Claudia Maria neben den Professzeichen das Kreuz und den Ring, auch die brennende Kerze als Zeichen ihrer Sendung hin zu den Menschen.
Von Stadl aus wird sie künftig wieder ihrem Beruf als Altenpflegerin in Waldkraiburg nachgehen. Dort kann sie, wie sie sagt, auch ihre in den Noviziatspraktika erworbenen Erfahrungen einbringen, die sie in verschiedensten sozialen Bereichen gesammelt hat. „Ganz da sein bei den Menschen“ – das sei ihr Wunsch, und damit entspricht sie ganz der apostolischen Ausrichtung der Gemeinschaft.