Kraiburg – Ein frostiger Wind und leichter Regen wehte um den Schlossberg, als sich gut 50 Nachfahren der großen Riedlfamilie mit zahlreichen Kraiburgern zum Gedenkgottesdienst in der Georgskapelle trafen. Schiffsmeister Johann Georg Riedl ließ die Kapelle errichten. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst mit der Riedl-Messe durch den Fischer-Dreigesang und Karl Bönisch mit der Diatonischen. Mit dabei auch eine Abordnung der „Sankt Nikolai Schiffsleut-Bruderschaft Wasserburg“. Es war das 181. Familientreffen und Pfarrvikar Emmeran Hilger meinte in seiner Begrüßung: „Es herrscht hier und heute ein Gefühl von Weltkirche, denn bis aus Brasilien sind die Mitglieder der Riedlfamilie angereist.“ Und in seiner Ansprache sagte er: „So ein Gelübde, wie wir es jetzt feiern, scheint heute aus der Zeit gefallen, denn wie oft halten wir unsere Versprechen denn noch ein? Wir haben aber alle ein Versprechen von Gott, der seine Zusagen immer einhält.“
Am Ende des Gottesdienstes segnete er die Semmeln, die als „historische Brotspende an die Armen“ verteilt wurden, wie es Johann Georg Riedl einst festgelegt hat. Nach der Feier trafen sich die Riedl-Verwandten im Gasthaus Wuhrmühle zum Familientreffen.ng