Bald startet die Saison im Waldbad

von Redaktion

Die letzten Vorbereitungsarbeiten laufen, ab Montag können im Sportbecken die ersten Runden geschwommen werden. Ab 18. Mai startet dann der reguläre Betrieb im Waldbad.

Waldkraiburg – Keine ausgebreiteten Decken auf der Liegewiese, keine Kinder, die im Wasser planschen oder am Kiosk für Eis anstehen. Stattdessen ist das monotone Dröhnen eines Hochdruckreinigers zu hören. Hier im Waldbad laufen aktuell die letzten Arbeiten vor der Saisoneröffnung.

Die Vorbereitungen sind in den letzten Zügen. Das Sportbecken und Sprungbecken sind bereits mit Wasser eingelaufen, im Nichtschwimmerbecken wird gerade der Boden gesäubert. In den nächsten Tagen kann auch hier das Wasser eingelassen werden.

Als Beispiel: Um das Sportbecken zu säubern, sind zwei Leute eine Woche lang damit beschäftigt. Zwei Tage dauert es, bis das Becken mit Wasser vollgelaufen ist. 14 Tage bevor der Betrieb startet. Diese Zeit braucht es auch. „Wenn die Becken voll sind, werden bereits die ersten Proben genommen, die ans Labor geschickt werden“, erklärt Michael Spierling, Verantwortlicher für die Bäder.

„Die Vorbereitung ist ein hartes Geschäft“, fährt er fort. Bereits ab Mitte März beginnen die Arbeiten. „Diese Zeit brauchen wir auch, damit Anfang Mai alle Becken in Betrieb gehen können“, sagt Spierling. Sauber machen, die Becken auf mögliche Schäden zu inspizieren, und dann eben kaputte Fliesen austauschen. Eine Fliesensanierung brauche es jedes Jahr.

Doch mit neuen Fliesen allein ist es nicht getan: 50000 Euro in die Elektrotechnik, 25000 Euro in die Mess- und Regelanlage wurden dieses Jahr investiert. „Das sind Investitionen, damit wir den Badebetrieb gewährleisten können“, erklärt Harald Lechner, Geschäftsführer der Stadtwerke. Er hoffe, dass alle Becken während der Saison halten. Das Sportbecken verliere zum Beispiele über Fugen Wasser, auch im Wellen- und Nichtschwimmerbecken gebe es Wasserverlust. Während aber die Rohrleitungen am Nichtschwimmer- und Sportlerbecken bereits saniert wurden, ist dies beim Wellenbecken fast unmöglich. „Ein Teil der Rohrleitungen verläuft unter dem Beckenkörper. Um hier die Leitungen zu sanieren, müsste man einen Graben durch das Becken schneiden und dann auch wieder dicht kriegen“, erklärt Spierling.

Wasserverlust gebe es aber auch durch Verdunstung, Planschen oder Arbeiten an der Technik. Einen Spitzenwert hat Spierling parat: 150 Kubikmeter Wasser – in etwa so viel, wie eine vierköpfige Familie im ganzen Jahr verbraucht. Ein Zahlenbeispiel: Für ein Zentimeter mehr Wasser im Sportbecken braucht man 10000 Liter.

Eine gute Nachricht für alle Badegäste: Das Waldbad hat in der neuen Saison wieder länger geöffnet. „Der Förderverein unterstützt uns mit Rettungsschwimmern, sodass wir wieder ab 10 Uhr das Waldbad öffnen können, an schulfreien Tagen sogar ab 9 Uhr“, freut sich Lechner. Dass zuletzt das Waldbad erst ab 11 Uhr geöffnet hatte, war der Aufsichtssituation geschuldet. „Ansonsten hätte man Doppelschichten machen müssen, was im Hinblick auf die Kostensituation nicht zu machen gewesen wäre“, sagt Lechner. Gerade vor dem Hintergrund, dass dazu neue Leute hätten eingestellt werden müssen.

Aktuell hat das Sportbecken eine Temperatur von rund 20 Grad. Bis Montag sollen es 25 Grad sein, wenn die ersten Schwimmer ihre Bahnen ziehen. Bis 17. Mai ist das Sportbecken von 11 bis 18.30 Uhr geöffnet. Parallel dazu ist an der Waldbadkasse der Kartenvorverkauf. Ab 18. Mai startet der reguläre Betrieb im Waldbad. Zum letzten Mal ist in diesem Jahr am 8. September geöffnet. Das Waldbad bei entsprechender Witterung über diesen Termin hinaus geöffnet zu lassen, ist nicht umsetzbar. Denn dann laufen bereits die Vorbereitungen für Eishalle und Schulschwimmhalle. „Ein Doppel- oder gar Dreifachbetrieb ist nicht zu stemmen“, sagt Spierling.

„Zweiteilung hat sich bewährt“

Die Becken im Waldbad sind gesäubert, parallel dazu läuft noch der Betrieb in der Schulschwimmhalle. Vorerst zum letzten Mal ist das öffentliche Schwimmen morgen, Samstag, geöffnet. „Das Angebot wird mittlerweile gut angenommen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Harald Lechner. Die Zweiteilung – ruhiges Schwimmen und Schwimmen für alle – habe sich bewährt. „Das gefällt den Leuten.“ Der Betrieb nach der Sommerpause startet für die Schulen wieder am 30. September, öffentliches Schwimmen ist zum ersten Mal am 5. Oktober. hi

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