Was war das für eine Woche? Der Himmel grau in grau, Temperaturen um die zehn Grad – unter dem Wonnemonat Mai stelle ich mir ganz was anders vor. Mein Wintermantel hat es noch immer nicht in die hinterste Ecke des Kleiderschranks geschafft und die gefütterten Schuhe stehen artig neben den Ballerinas, die endlich aus dem Winterschlaf erwachen wollen.
Wann wird’s mal wieder Sommer? Frühling würde für den Anfang sogar schon reichen. Aber jetzt soll es mit den Temperaturen endlich wieder aufwärtsgehen. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Der eh schon längst überfällige Frühjahrsputz wird gleich mal wieder verschoben, denn dieses Wochenende gibt es allerhand zu tun.
Da richtet sich zunächst einmal der Blick nach St. Erasmus. Dort sind gestern die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Feuerwehr gestartet – neben dem Volksfest dieses Jahr das größte Fest, wie Bürgermeister Robert Pötzsch sagte. Vier harte Tage – das ahnte er schon bei der Bürgerversammlung Anfang April.
Etwas ruhiger geht es da schon bei der Sonderausstellung im Heimatmuseum Kraiburg zu. „Gespieltes Spielzeug“ – eine Zusammenstellung von Spielzeug aus dem gesamten 20. Jahrhundert. Alles ganz ohne Strom oder Batterien, kein Geklimper, kein Gedudel. Welch‘ Wohltat für strapazierte Ohren von Eltern.
Ein Termin sollte schon seit Wochen rot im Kalender markiert sein: Im Waldbad startet die Saison wieder. Endlich wieder Wellenbecken, Sprungturm und Rutsche. Die Kinder werden sich freuen.
Und dann startet noch die Ausstellung zum Bau des Innkanals zwischen St. Erasmus, Pürten und Ebing. Heute kaum mehr vorstellbar, unter welchen Voraussetzungen damals gearbeitet wurde auf Europas größter Baustelle: Mit Hacke und Spaten verrichteten die Männer die anstrengende Arbeit, der große Abraumbagger zog die Leute in Scharen an. Das hatten die Menschen bis dato einfach nicht gesehen.
Noch nicht da gewesen – für die Rettungsaktion am Innkanal diese Woche trifft das nicht zu. Wieder mal ein versunkenes Fahrzeug, wieder mal eine Bergungsaktion. Gerade ein halbes Jahr ist es her, dass an fast der gleichen Stelle ein gestohlenes Auto aus dem Innkanal gezogen wurde. Jetzt lag am Grund ein Minibagger, der bei Arbeiten an der Böschung ins Rutschen gekommen ist. Keine 18 Stunden später hatte der Bagger auch schon wieder festen Boden unter den Raupenketten.
Bagger werden auch bald wieder in Aschau gebraucht werden – für ein neues Gewerbegebiet. Natürlich gibt es noch Details zu klären, aber die Zustimmung ist da. Ganz anders beim geplanten Mobilfunkmast in Howaschen. Da war gleich zu Beginn im Gemeinderat klar: Es formiert sich Widerstand. Die ersten Unterschriften sind gesammelt – auf Aschauer und Waldkraiburger Seite.