Waldkraiburg – Um den Bedarf an Gewerbeflächen zu decken, will die Stadt Waldkraiburg eine fast zwei Hektar große Waldfläche im Gewerbegebiet nördlich der Daimlerstraße in eine Gewerbefläche umwandeln. Das Areal schließt direkt an die Daimlerstraße an und verläuft entlang der sogenannten Schilcherlinie in Richtung Norden. Der Waldkraiburger Stadtrat hat mit deutlicher Mehrheit den nächsten Verfahrensschritt bei der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Die Änderung ist erforderlich. Denn derzeit ist das Flurstück als Fläche für Forstwirtschaft ausgewiesen.
Allerdings haben sich der Kritik der beiden CSU-Stadträte Eva Köhr und Harald Jungbauer (beide CSU), die schon im Stadtentwicklungsausschuss ihre Einwände geäußert hatten, weitere Stadträte angeschlossen. Allen voran die SPD-Fraktionssprecherin Susanne Engelmann, die sich aus ökologischen Gründen dagegen aussprach. Eine Bemerkung von Altbürgermeister Siegfried Klika habe bei ihr eine Meinungsänderung ausgelöst, so Engelmann. Eva Köhr blieb bei ihrem Nein. Sie sehe die Planung schwierig für die Anlieger, so die Stadträtin. „Wenn wenigstens die Zufahrtsstraße zu der Gewerbefläche auf die andere Seite gelegt würde, weg von den Anliegern, dann wäre es leiser.“
Sieben Stadträte, fünf der CSU- und zwei der SPD-Fraktion stimmten gegen, 24 Stadträte für die Änderung des Flächennutzungsplanes. Der Entwurf geht nun wieder in die öffentliche Auslegung.
Ein kleiner Teil der Gewerbefläche ist für ein neues Schalthaus vorgesehen, das die Stadtwerke Waldkraiburg brauchen, um die Stromversorgung der Betriebe im Industriegebiet auf Dauer sicherzustellen.hg