Neues Wohnhaus in der Jahnstraße überschreitet Baugrenzen

von Redaktion

Marktgemeinderat lehnt Antrag auf Vorbescheid ab: Keine Absprachen mit Nachbarn getroffen, keine vernünftige Stellplatzlösung

Kraiburg – Mit den Plänen eines auswärtigen Bauherrn, der in der Jahnstraße ein Gebäude samt Garage abreißen und durch den Neubau eines Hauses mit zwei Wohneinheiten und zwei Stellplätzen ersetzen möchte, ist der Marktgemeinderat nicht einverstanden. Einstimmig hat das Gremium den Antrag auf Vorbescheid abgelehnt.

Zweite Bürgermeisterin Anette Lehmann (UWG) wollte den Tagesordnungspunkt ganz absetzen. Der Gemeinderat habe für einen Beschluss nicht die notwendigen Informationen. Ein Ortstermin sei nicht zustande gekommen. „Wir hätten Unterlagen gebraucht.“ Mit ihrem Anliegen kam Lehmann aber nicht durch. Aus terminlichen Gründen sei eine Entscheidung erforderlich, so Bürgermeister Herbert Heiml (CSU). Ein Ortstermin sei gar nicht nötig, findet er. Denn das Bauvorhaben im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Unterbräu-Wiesen“ überschreitet die festgesetzten Baugrenzen. Hinsichtlich der Abstandsflächen habe der Antragsteller keine Absprachen mit den Nachbarn getroffen. Es gebe zudem keine vernünftige Stellplatzlösung.

Würde der Antragsteller nur den Bestand umbauen, wäre dies möglich. Doch hier handelt es sich um einen Neubau. „Der Antragsteller will sogar größer bauen“, so Heiml, der dagegen ist, hinsichtlich der Überschreitung der Baugrenzen eine Befreiung von den Vorgaben des Bebauungsplanes auszusprechen. hg

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