Waldkraiburg – Die Erneuerung der beiden Innkanalbrücken bei Hart und in Au/Moos durch den Verbund bringt auch eine deutliche Erhöhung der Traglast. Darauf hatte die Stadt gedrungen, die sich an den Kosten allerdings beteiligen muss.
Einen pauschalen Investitionszuschuss in Höhe von 160000 Euro lässt sich die Stadt die Erhöhung der Traglast der beiden Innkanalbrücken bei Au/Moos und Hart kosten. Dem Kraftwerksbetreiber Verbund, der die Brücken im Zuge des laufenden Ausbaus der Anlage erneuert, hätte eine eingeschränkte Belastbarkeit von nur vier bis fünf Tonnen gereicht. Damit war die Stadt allerdings nicht einverstanden. Vor allem im Blick auf den landwirtschaftlichen Verkehr legt die Kommune großen Wert darauf, dass die Traglast auf jeweils 40 Tonnen angehoben wird, so Bürgermeister Robert Pötzsch. Die Bauern sparen sich damit weite Umwege über die Innkanalbrücken bei Klugham beziehungsweise St. Erasmus. An der Breite der Brücken ändert sich mit deren Neubau nichts. Ausdrücklich betont der Bürgermeister, dass für die schweren Fahrzeuge, die die Harter Brücke künftig befahren können, der Steinbrunner Berg gesperrt bleibt.
Nur einen Teil der Mehrkosten, die dem Verbund durch die Erhöhung der Traglast entstehen, deckt der Zuschuss der Stadt. Weil der Kraftwerksbetreiber der Kommune damit entgegenkommt, übernimmt Waldkraiburg künftig die Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht. für die Fahrbahn über die Brücken. „Schneeschieben muss die Stadt“, so der Bürgermeister. Der Verbund habe dafür keine Fahrzeuge.
Nach Fertigstellung der Abbrucharbeiten für die alten Brücken zahlt die Stadt 30 Prozent der zugesagten Summe, nach der Verkehrsfreigabe den Rest.
Einstimmig hat der Stadtrat eine entsprechende Vereinbarung gebilligt.