Moderne Klassen am Kloster

von Redaktion

Abbruch vor dem Neubau am Gymnasium Gars – 2022 wird Schulhaus fertig

Gars – Die Arbeiten für den 29 Millionen Euro teuren Neubau des Klassen- und Verwaltungsgebäudes des Garser Gymnasiums haben begonnen. Die früheren Lehrwerkstätten des angrenzenden Klosters reißt jetzt der Bagger ab. Ab dem Sommer 2022 soll nach der Inbetriebnahme des neuen Schulhauses Platz für bis zu 950 Schüler sein, etwa 200 mehr als derzeit.

Vertrag über Erbbaurecht

Dazu hat das Landratsamt den Stand der Arbeiten zusammengefasst. Bauherr ist der Landkreis, in dessen Zuständigkeit fallen die Gymnasien. Das Objekt an sich plant die Arbeitsgemeinschaft der Architekten Andreas Maier und Dr. Stefan Hajek. Dem Bau voraus gehen erfolgreiche Verhandlungen mit dem Orden der Redemptoristen Wien-München über einen neuen Erbbaurechtsvertrag. Dabei wird der bislang vom Kloster angemietete Altbau durch einen Neubau mit fünf Stockwerken ersetzt. Darin befinden sich später 31 Klassenzimmer mit Verwaltung.

Von großer Bedeutung ist in der Planung die Energieeinsparung: So verfügt die künftige Schule über ausgeklügelte Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Das asymmetrische Zeltdach fällt nach Westen verhältnismäßig flach aus und lässt eine Begrünung zu. Zur Klimasteuerung tragen Sonnenschutzlamellen bei. Herausgestellt habe sich, so das Landratsamt in seiner Mitteilung, dass vertikal angeordnete weniger störanfällig seien als die horizontale Ausführung.

Die bereits vorhandene Hackschnitzelanlage östlich des Sportplatzes versorgt das Gebäude später mit. Auch das Untergeschoss wird genutzt. Belichtungsgräben sorgen in den Räumen für Helligkeit. Von Bedeutung ist der Ablauf des Regenwassers, denn der Untergrund ist nicht sickerfähig. Deshalb darf der Niederschlag nur gedrosselt in die Kanalisation fließen.

Der Haupteingang befindet sich fortan auf der Südseite, die Verwaltung ist im Erdgeschoss untergebracht. Zwei Treppenhäuser liegen an den beiden Enden des Gebäudes, ein drittes zentral um weitere Flure für den Brandschutz zu verhindern. Eine Verbindung ist zum Schulgarten mit Teich vorgesehen. Die Klassenzimmer sind unterschiedlich groß, da der Umgang mit elektronischen Medien zum Teil mehr Platz verlangt.

Die Bauarbeiten laufen nebenher, der Schulbetrieb geht weiter, dabei sollen die Auswirkungen „auf ein Minimum“ reduziert werden, wobei eine besondere Herausforderung eine „erschütterungsfreie Bauausführung“, sei, erklärte das Landratsamt. Vor allem im Hinblick auf das Kloster, das sich in unmittelbarer Nähe befindet. Ein Ingenieurbüro habe dort bereits den Zustand der Bausubstanz erfasst. Nach dem aktuellen Abbruch der Lehrwerkstätten folgt die Sicherung der großen Baugrube mit Bohrpfählen. Der Neubau an sich wird ab Herbst Gestalt annehmen.

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