Waldkraiburg – Einen Fahndungserfolg im Zusammenhang mit mehreren Autodiebstählen in Waldkraiburg meldete gestern das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.
Am Wochenende waren zunächst unbekannte Täter in ein Waldkraiburger Autohaus eingebrochen, indem sie mit Hilfe eines Gullideckels eine Fensterscheibe eingeworfen hatten. Die ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Waldkraiburg und des zuständigen Fachkommissariats der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein ergaben, dass die Täter dabei mehrere Fahrzeugschlüssel sowie insgesamt drei Fahrzeuge entwendeten. Zwei der gestohlenen Fahrzeuge wurden kurz darauf beschädigt in Tatortnähe aufgefunden und sichergestellt. Mit dem dritten Auto brachen die mutmaßlichen Täter in Richtung Tschechien auf. Der Versuch, am Autohaus noch ein viertes Fahrzeug zu stehlen, scheiterte.
Im Bereich von Furth im Wald fiel Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Oberpfalz das entwendete Fahrzeug auf. Beim Versuch das Auto anzuhalten, flüchteten die mutmaßlichen Täter in teilweise halsbrecherischer Manier mit hoher Geschwindigkeit über eine Strecke von etwa neun Kilometern. Letztendlich konnte das Fahrzeug durch die Polizeibeamten angehalten und die vier Insassen vorläufig festgenommen werden.
Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 17- und zwei 19-jährige Männer aus Waldkraiburg sowie einen 23-Jährigen aus dem nördlichen Landkreis Erding. Das Fachkommissariat der Kripo Traunstein übernahm die weiteren Ermittlungen unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft, die Haftbefehle gegen den 23- und gegen einen 19-Jährigen beantragte. Beide Beschuldigte wurden dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Der 23-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt verbracht. Der Haftbefehl gegen den 19-Jährigen wurde gegen strenge Auflagen außer Vollzug gesetzt.
Die beiden anderen 17- und 19-jährigen Tatverdächtigen wurden auf freien Fuß gesetzt. Weitere Details zur Tat und zu den weiteren Plänen des Quartetts in Tschechien konnte die Polizei gestern nicht nennen. Dafür benötige man unter anderem noch weitere Aussagen der Beteiligten, hieß es.