Nächste Runde in Sachen Tierkrematorium

von Redaktion

Ausschuss entscheidet darüber, den Status quo für zwei Jahre einzufrieren

Waldkraiburg – Das geplante Tierkrematorium in St. Erasmus beschäftigt den Stadtentwicklungsausschuss auch in seiner nächsten Sitzung am heutigen Mittwoch. Auf der Tagesordnung steht die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Errichtung einer Biogasanlage aus tierischen Abfällen der TVA auf der fraglichen Fläche und gleichzeitig der Erlass einer Veränderungssperre für diesen Bereich. Damit könnte die Stadt den Status quo für zwei Jahre einfrieren.

Der Hintergrund: Der Flächennutzungsplan, auf den die Stadt in ihrer negativen Stellungnahme im immissionsrechtlichen Verfahren bei der Regierung von Oberbayern abhebt, lässt ausdrücklich neben einer Tierkörperverwertungsanlage auf diesem Grundstück auch eine Biogasanlage aus tierischen Abfällen der TVA St. Erasmus zu (wir berichteten).

Diese Möglichkeit hatte das Unternehmen ins Gespräch gebracht, falls die Stadt sich weiter gegen das Tierkrematorium sperrt. Die Biogasanlage wäre deutlich größer als das Krematorium.

In einem Gespräch mit Bürgermeister Robert Pötzsch habe es keine Annäherung gegeben, bestätigt Konrad Meier, Co-Geschäftsführer bei der Firma Berndt, auf Anfrage. Die alte Genehmigung für den Bau einer Biogasanlage sei mehrfach verlängert worden, mittlerweile aber abgelaufen. Es sei weder ein Bauantrag gestellt noch eine Voranfrage zur Errichtung einer Biogasanlage.

Der Stadtentwicklungsausschuss wird nun darüber entscheiden, ob die Stadt ihrerseits ein Bauleitplanverfahren in dieser Sache in Gang setzt. Einen Bebauungsplan gibt es laut Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungsabteilung im Rathaus, nicht. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes und dem Erlass einer Veränderungssperre könnte die Stadt ihre Position bekräftigen. Keines der Projekte könne dann vorankommen, außer eine Entwicklung, die die Stadt mittragen könnte. Der Stadtentwicklungsausschuss entscheidet darüber, ob die Stadt diesen Weg einschlagen soll.

Ein weiteres Thema ist die Ortsumfahrung für Pürten. Die Verwaltung berichtet über den Sachstand. Der Ausschuss berät über das weitere Vorgehen.

Eine versenkbare Garage, in einem Vorgarten – es wäre die erste in der ganzen Stadt – erfordert einen Grundsatzbeschluss. Hintergrund ist ein Antrag, einen Parklift in einer Vorgartenzone zu errichten. Dieses Vorhaben entspricht nicht den Vorgaben des geltenden Bebauungsplanes für das Gebiet nördlich der Eichendorffstraße. Der Ausschuss entscheidet darüber, ob er dem Wunsch entspricht oder nicht.

Die öffentliche Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses beginnt um 18 Uhr im Rathaus.hg

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