Spitze in Französisch

von Redaktion

Zertifikate: Beste Realschule in Oberbayern-Ost

Waldkraiburg – Als beste Realschule in Oberbayern-Ost wurde die Realschule Waldkraiburg in einer Feierstunde im Institut Français in Münchenausgezeichnet. Der Grund: 34 Schülerinnen und Schüler haben das DELF-Diplom in Französisch geschafft.

Warum sie Französisch als als zweite Fremdsprache gewählt hat? Melanie antwortet wie aus der Pistole geschossen: „Weil mir der Klang der Sprache gefällt, weil ich mich auf Reisen und bei Treffen mit jungen Franzosen besser verständigen kann.“ Sie gehört zur Gruppe der 56 Realschüler, die das internationale Sprachzertifikat DELF B1 als integrativen Bestandteil der Abschlussprüfung im Fach Französisch mit Erfolg absolviert haben. Seit 2006 gibt es diese Regelung in Bayern, deren Erfolgsquote bei knapp 95 Prozent liegt. Mit 10 000 Realschülerinnen und Realschülern, die sich jährlich zu der Prüfung anmelden, gehören sie zu den Besten weltweit.

Fachbetreuerin Edith Pürner und als Vertreter der Schulleitung Martin Ruidisch haben in München in Anwesenheit des stellvertretenden französischen Generalkonsuls Benoit Schneider und Ministerialrat Konrad Huber vom Kultusministerium aus den Händen des Sprach- und Bildungsattachès der französischen Botschaft, Louis Marandet, die Plakette als Symbol für die Aufnahme der Realschule in das Netzwerk der DELF- Partnerschulen in Empfang genommen. In seiner Festrede erinnerte Schneider an den Èlysèe-Vertrag aus dem Jahr 1963, einem Meilenstein in den deutsch-französischen Beziehungen mit neuen Impulsen vor allem für Jugendliche. Nicht nur der gegenseitige Spracherwerb wird seither gefördert; man verknüpfte die Bildungssysteme beider Länder und verschaffte den Schul- und Berufsabschlüssen gegenseitige Anerkennung.

Schneider verwies vor allem auch darauf, dass den jungen Leuten zukunftsträchtige berufliche Wege eröffnet würden. Heute gebe es allein in Bayern 72000 Arbeitsstellen, die direkt oder indirekt mit der französischen Sprache verbunden sind, zum Beispiel in Banken, der Hotellerie, aber auch in Werbeagenturen, Produktionsfirmen und der High-Tech-Branche. Und er gab den Waldkraiburgern den Satz mit auf den Heimweg: „Wir brauchen heute mehr denn je junge, engagierte Europäerinnen und Europäer mit toleranten, weltoffenen Seelen.“fis

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