Gemulcht statt gemäht: Panne bei der Landschaftspflege

von Redaktion

Missverständnis beim Subunternehmen des Subunternehmens – Deutsche Bahn entschuldigt sich

Waldkraiburg – Das darf doch nicht wahr sein! Done Brunnhuber, Umweltreferent des Stadtrates, ist sauer auf die Bahn. Der Grund: Mitten in der Brut- und Setzzeit sei eine Fläche bei St. Erasmus und Lindach, die der Bahn gehört, gemulcht worden. Ein Landwirt hatte den Stadtrat darauf aufmerksam gemacht. Zu Recht, wie Brunhuber findet. Denn würde ein Bauer so was tun, würde er sofort Ärger kriegen. Der Einsatz der Mulchgeräte führt gerade zum jetztigen Zeitpunkt zum Tod vieler Kleintiere.

Ein Sprecher der Bahn in München bestätigt auf Anfrage, dass in der vergangenen Woche eine mehrere tausend Quadratmeter große Fläche, eine ökologische Ausgleichsfläche für den zweigleisigen Ausbau zwischen Mühldorf und und Tüßling, fälschlicherweise gemulcht worden sei. „Die Fläche sollte gemäht werden.“ So wie es mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt war. Die gebe vor, „was wir um diese Zeit auf den Ausgleichsflächen tun dürfen und was nicht.“

Die Bahn habe keinen Generalunternehmer für diese Arbeiten. Die beauftragte Firma, ein lokales Unternehmen, habe ein Subunternehmen beauftragt, das die Arbeiten wiederum an ein Subunternehmen weiter gegeben habe, so der Sprecher. Dabei sei der Fehler entstanden. „Es ist unsere Verantwortung. Wir entschuldigen uns dafür.“ In den kommenden Jahren werde man bei den Pflegearbeiten genau hinschauen, verspricht der Vertreter der Bahn.hg

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