Waldkraiburg – Gleich zwei Fotobelege von Schlingnattern aus dem Waldkraiburger Stadtgebiet sind in den vergangenen Tagen beim Bund Naturschutz eingegangen. Beide Funde gelangen in Gärten an der Innkante.
Das stark gefährdete ungiftige Reptil ist sehr scheu und wird nur selten beobachtet. Sie legt keine Eier, sondern ist lebend gebärend. Ihre Nahrung besteht aus Eidechsen und Blindschleichen. Aufgrund ihres Fleckenmusters wird das Tier oft mit der Kreuzotter verwechselt, die aber in Waldkraiburg nicht vorkommt. Wie der Bund Naturschutz weiter mitteilt, sind die beiden in der Stadt fotografierten Schlingnattern vermutlich aus dem Inntal zugewandert. Dort lebt die Art an besonnten Waldrändern, Hängen, an der Bahn und am Innkanal.
Beobachtungen von Reptilien können mit Foto und Ortsangabe dem Bund Naturschutz per E-Mail muehldorf@bund-naturschutz.de gemeldet werden. Die Daten fließen in die bayernweite Artenschutzkartierung ein.