„Keine rosigen Zeiten“

von Redaktion

Caritas-Geschäftsführer stellt Haushaltsentwurf vor – Großer Kostendruck

Waldkraiburg – „Wir haben 2018 besser abgeschlossen als geplant.“ Mit diesen Worten kommentierte Richard Stefke, Kreisgeschäftsführer der Caritas, das Ergebnis des Vorjahrs, als er in der Mitgliederversammlung des Caritas-Zentrums den Haushaltsentwurf für das laufende Jahr vorstellte.

Ein Minus von 672000 Euro musste der Caritasverband 2018 decken. Diese Summe blieb um 56000 Euro unter der im Budget prognostizierten Summe. Das geht vor allem auf den Bereich Asyl, Migration, Rückkehrberatung zurück, aus dem die Kreis-Caritas „besser rausgegangen ist als gedacht“.

Dennoch stehe die Arbeit des Sozialverbands immer mehr unter Kostendruck, so Stefke weiter. Er erwartet im Blick auf die Kirchensteuerentwicklung „keine rosigen Zeiten“. Ziel müsse es sein, den Eigenanteil zu verbessern. Man sei dabei, den Bereich Pflege und Betreuung zu konsolidieren. Die Caritas stehe da in einem großen Konkurrenzdruck mit privaten Diensten. „Wir müssen versuchen, unsere Touren zu optimieren und sind dabei zu dezentralisieren. Wir müssen lange Fahrzeiten vermeiden.“

Die Caritas ist laut Stefke in das Projekt „Neustart“ BIQ (Beschäftigung, Integration und Qualifizierung) in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter eingestiegen.

Bei der Schuldnerberatung habe sich endlich die Zuschusssituation durch den Landkreis verbessert.

Der Treffpunkt Miteinand im ehemaligen Pfarrhaus Maria Schutz in Waldkraiburg wurde dank einer hohen Spende der „Aktion Mensch“ möglich.

Nach Unstimmigkeiten in der Vergangenheit gebe es eine gute Kooperation mit dem Landkreis im Bereich Asyl und Migration.

Das Budget für 2019 weist bei Erträgen in Höhe von 4,57 Millionen Euro und Aufwendungen von 5,01 Millionen Euro ein geringeres Minus als der Haushaltsplan für das Jahr 2018 aus: 425000 Euro muss demnach der Caritasverband aufwenden, um das Minus auszugleichen.

Josef Stellner aus Taufkirchen berichtete über die Arbeit des Kuratoriums. Werner Kitschke aus Neumarkt-St. Veit und Agathe Langstein aus Unterreit vertreten den Kreis bis 2021 bei der Diözesan-Caritas-Delegiertenversammlung. hg

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