Waldkraiburg – Der erste Industriekunde ist an das Fernwärmenetz Waldkraiburgs angeschlossen. Anfang des Jahres unterzeichneten Jörg Bornemann, Geschäftsführer Dickow Pumpen, und Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Weigl einen Vertrag, jetzt drehten sie gemeinsam den Schieber für die Fernwärme um. Damit setzt Dickow Pumpen auf umwelt- und klimafreundliche Wärme.
Mit der Planung eines neuen Verwaltungsgebäudes stand auch die Frage im Raum: Wie lässt sich dieses künftig umweltfreundlich heizen? Denn bislang wurden die Gebäude mittels Gasöfen beheizt – keine umweltgerechte Art, wie Jörg Bornemann sagte. Auch wenn die bestehende Heizung noch nicht erneuert hätte werden müssen, sollte trotzdem eine andere Lösung her. „Mit dem Neubau ist ein guter Zeitpunkt gekommen, den Umweltgedanken weiter zu tragen.“ So wie eben auch ihre Pumpen, die die Umwelt schonen.
Mit dem Anschluss an das städtische Fernwärmenetz spart das Unternehmen künftig rund 240000 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr ein. Etwa 1,2 Millionen kWh Energie verbraucht das Unternehmen jährlich. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus hat einen Energieverbrauch von etwa 20000 kWh Energie pro Jahr. Sukzessive sollen alle Gebäude mittels Fernwärme beheizt werden.
Auf einer Länge von rund 200 Metern wurden die Leitungen verlegt, um nach rund drei Monaten Bauzeit das Unternehmen an das Fernwärmenetz anzuschließen. Die Arbeiten an der Siemensstraße erfolgten in zwei Bauabschnitten. Zeitgleich zu den Anschlussarbeiten trieb auch das Unternehmen den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes voran. Gerade die Arbeiten im Kreuzungsbereich zwischen Siemensstraße und Daimlerstraße seien herausfordernd gewesen, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Weigl sagte.
Übrigens: Man sei auf die Minute fertig geworden. Denn während gerade noch die Arbeiten für die Kellerertüchtigung am neuen Gebäude liefen, wozu ein Teil der Straße gesperrt war, hatte ein Mitarbeiter des Straßenbauamts Rosenheim eine wichtige Info. „Bis zum Abend musste alles fertig sein, weil die Autobahn gesperrt und der Verkehr über die Siemensstraße umgeleitet werden sollte“, erzählt Bornemann. Dann musste es natürlich schnell gehen.
Kalte Füße musste während der Umbauarbeiten bei Dickow Pumpen keiner haben. Denn kaum war die alte Heizung demontiert, versorgte schon eine mobile Heizstation der Stadtwerke die Firmengebäude mit Wärme. Während der Bauarbeiten für einen Fernwärmeanschluss würden die Stadtwerke die Zwischenversorgung übernehmen, erklärte Weigl.
Ziel der Stadtwerke ist es, weitere Industriekunden zu gewinnen. Spruchreif sei bislang zwar noch nichts, aber Weigl ist zuversichtlich: „Immer mehr Betrieben ist eine CO2-Freiheit wichtig.“ hi