Ein gutes Gefühl

von Redaktion

Heute gilt‘s: Die deutschen Fußballfrauen kämpfen bei der WM gegen Nigeria um den Einzug ins Viertelfinale. Jetzt kommt es auf jedes Tor an, um sich nach 2003 und 2007 wieder den Weltmeistertitel zu schnappen. Aber die Augen sind nicht nur auf Frankreich gerichtet, denn auch in Waldkraiburg steht ein Titelkampf an. Und die Stadt ist Titelverteidiger als Radlkönig im Landkreis.

Während die Fußballdamen um Trainerin Martina Voss-Tecklenburg längst im Turniermodus sind, sind die Waldkraiburger um Bürgermeister Robert Pötzsch gewissermaßen noch im Trainingslager. Erst am 26. Juni startet wieder das Stadtradeln. Auch hier gilt: Jeder Kilometer zählt, um wieder Radlkönig zu werden. Aber Titel hin oder her – das Gefühl, etwas für seine Fitness und Gesundheit getan zu haben und auf‘s Auto verzichtet zu haben, ist doch eh viel besser.

Also, anmelden, aufsteigen und losstrampeln. Wir machen auch mit – gar keine Frage.

Ein gutes Gefühl – das hatte Polizeipräsident Robert Kopp bei einer Sicherheitsbegehung. „Unspektakulär, positiv unspektakulär“ bringt er seinen Spaziergang mit Bürgermeister Robert Pötzsch auf den Punkt. „Krawallburg“ – diese Zeiten sind längst vorbei. Wenn es sie denn je tatsächlich gegeben hat. Stattdessen fiel dem Polizeipräsidenten auf, wie freundlich die Leute sind. Selten wurde er so oft bei einem Stadtspaziergang gegrüßt.

Bei einem Spaziergang fallen auch ganz andere Dinge auf. Wie grün ist es in der Stadt? Sind Gärten pflegearm angelegt oder doch insektenfreundlich? Viel zu oft dominieren Rasen, Hortensien und Kirschlorbeer das Bild. Eine grüne Wüste, in der es für Insekten nichts zu holen gibt. Doch gerade nach dem Volksbegehren zum Artenschutz sollte sich wirklich jeder an der Nase packen: Was kann ich selbst zur Artenvielfalt beitragen?

Viel zu aufgeräumt seien die Gärten, sagt Anita Leukert, Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau. Wenn aber jeder etwas Kleines leistet, ist das ein riesiger Vorteil für die Natur. Einfach mal ein bisschen Unordnung zulassen, die Beine öfter mal hochlegen und den Garten genießen.

Keiner erwartet, dass Gärten komplett neu gestaltet werden oder die wohlduftende, englische Rose aus dem Blumenbeet verschwinden muss. Wildblumen anstelle von Geranien in den Blumenkästen – das ist doch schon mal ein kleiner Anfang. Das gute Gefühl, Insekten Lebensraum zu bieten, das kommt dann von ganz allein.

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