Gars – Der Gemeinderat hat in der vorausgegangenen Sitzung die Übernahme des Defizits des Kinderhauses St. Antonius in Gars und des Landkindergartens Au gebilligt. Nun wurden in jüngster Sitzung durch den Geschäftsführer Richard Vogl- maier vereinbarungsgemäß ausführliche Erläuterungen zur finanziellen Gesamtsituation gegeben. Er legte die vielfältigen und komplexen Ursachen dar, die zur Entstehung des Defizits geführt hatten: So waren unter anderem die veränderte Zahl der Kinder beziehungsweise Integrationskinder, veränderte Betreuungszeiten und Finanzierungsbedingungen, verschobene Auszahlungstermine, erhöhte Personalkosten sowie notwendige Investitionen für einen neuen Server ausschlaggebend, so Voglmaier.
Die Gemeinderäte nahmen die Gelegenheit wahr, sich durch detaillierte Nachfragen genauestens zu informieren. Dabei wurde der Wunsch formuliert, dass die Kosten in Zukunft kalkulierbarer würden. Als Problem wurde gesehen, dass die Gemeinde den Elternwünschen nach zunehmend erhöhtem Betreuungsangebot gerecht werden müsse. Bürgermeister Norbert Strahllechner gab erneut seiner Überzeugung Ausdruck, dass man sehr zufrieden sei, im Franziskushaus einen zuverlässigen Partner bei der Organisation der Kinderbetreuung zu haben. Es sei organisatorisch und ökonomisch viel aufwendiger, wenn nicht schlichtweg unmöglich, dass die Gemeinde solch eine Aufgabe selbst schultere.
Georg Suittenpointner wiederholte seine Anfrage, diesmal an den Geschäftsführer selbst, welche Maßnahmen in Zukunft getroffen würden, um Defizite zu vermeiden.
Voglmaier führte daraufhin aus, dass in Absprache mit der Gemeinde mehrere Lösungswege beschritten würden, zum Beispiel hinsichtlich einer Beitragsanpassung, wenn möglich einer flexiblen Personalreduzierung, einer Anpassung der Öffnungstage sowie der Kürzung der Betreuungszeiten am Nachmittag, die nur noch für Einzelfälle angeboten werden könne.