Waldkraiburg – Während die Stadt in den nächsten Jahren mehr als 100 zusätzliche Kita-Plätze schaffen muss (wir berichteten), ist die Situation bei den Grundschulen weniger angespannt. Das geht aus dem Schulentwicklungsplan für die kommenden fünf Jahre hervor, den der Haupt- und Finanzausschuss kürzlich einstimmig verabschiedet hat.
„Bei ziemlich allen Schulen sind wir im grünen Bereich“, sagte Martina Kainz, Sachgebietsleiterin für Kinderbetreuung und Schulen, die im Ausschuss den Bericht vorstellte. Demnach sind an der Goethe- und an der Graslitzer-Grundschule laut Prognose ein, beziehungsweise vorübergehend sogar zwei Klassenräume bis zum Schuljahr 2023/24 frei. Eine Unwägbarkeit ergibt sich für die Graslitzer-Schule durch die Anker-Dependance, die in diesem Sprengel liegt.
In der Beethoven-Schule sind in dieser Zeit alle verfügbaren Räume belegt. Die Schule stößt aber an ihre Kapazitätsgrenzen. So wurden bereits Klassenzimmercontainer angegliedert, um die Raumnot vorerst zu beseitigen. In der Diesel-Schule fehlen im kommenden Schuljahr zwei Klassenzimmer, danach sogar drei. Allerdings sind hier bereits aufgrund des vorangegangenen Entwicklungsplans die Weichen für die Erweiterung der Schule gestellt. Sie soll die Voraussetzung, damit die zusätzlichen Klassen Platz finden und der Hort im Haus bleiben kann.
In der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 3. Juli, um 18 Uhr im Rathaus steht das weitere Vorgehen bei der Schulerweiterung auf der Tagesordnung.
Als Basis für den Schulentwicklungsplan hatte die Verwaltung neben den Zahlen der Schulanfänger und der Auswertung der schulpflichtigen Kinder je Sprengel für die nächsten vier bis fünf Jahre auch die geplanten Bauvorhaben abgefragt, weil vermehrter Wohnungsbau auf zusätzliche Schülerzahlen schließen lässt. Langfristig ist allerdings aufgrund der steigenden Nachfrage nach Hortplätzen mit Erweiterungen und Neubauten an den Grundschulen zu rechnen, wenn Hort oder Mittagsbetreuung in den Schulgebäuden bleiben sollen.hg