CSU-Vorsitzender: Kommunikation mit Bürgern muss besser werden

von Redaktion

Wie die etablierten Parteien und Gruppen auf die neue Konkurrenz vom „BündnisAschau“ reagieren

Aschau – Mit der Gründung der neuen Vereinigung „BündnisAschau“ (wir berichteten) kommt Bewegung in die Aschauer Kommunalpolitik. Am weiteren Vorgehen der drei etablierten Gemeinderatsfraktionen werde die neue Konkurrenz nichts ändern, sagen die Sprecher von CSU, Thomas Wintersteiger, AWG, Günther Manz, und SPD, Martin Höpfinger.

AWG und CSU, die beiden großen Fraktionen im Gemeinderat, haben bislang keinen Bürgermeisterkandidaten auf den Schild gehoben.

Bei der CSU hat Gemeinderatsmitglied Christian Weyrich zwar seine Bereitschaft zur Bürgermeisterkandidatur erklärt. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, so Wintersteiger.

Die AWG, bei der laut Günther Manz unter drei möglichen Kandidaten auch Thomas Duxner im Gespräch war („Er wurde uns vorgeschlagen“), warte darauf, dass sich ihr „Favorit“ zur Kandidatur entschließt. „Er müsste nicht unter AWG antreten.“ Auch als freier Kandidat würde ihn die Wählergemeinschaft unterstützen, sagt Manz.

Bei der SPD sei kein Kandidat in Aussicht, so Martin Höpfinger.

AWG-Sprecher Manz, der selbst nicht mehr antreten wird, bedauert, dass es nicht zu einer gemeinsamen Gemeinderatsliste gekommen ist. „Wenn die CSU mitgespielt hätte, wäre dieses Thema nicht vom Tisch“, glaubt er.

Das neue Bündnis sieht Manz gelassen. Er habe „nichts dagegen, solange es nicht die AfD ist.“ Allerdings attestiert er der Bürgervereinigung, die alles neu gestalten wolle, „Blauäugigkeit“. „Wer die Kommunalpolitik kennt, sieht, was möglich ist und was nicht.“

Wenn Leute sich politisch engagieren, „finde ich das grundsätzlich gut“, sagt Höpfinger. Die neue Liste komme „überraschend“. Der SPD-Vorsitzende kündigt an, die eigene Liste wie bei vorangegangenen Wahlen auch für Nichtmitglieder zu öffnen.

Er freue sich über jeden kompetenten Kandidaten, meint CSU-Ortsvorsitzender Thomas Wintersteiger. Den Eindruck, dass der Gemeinderat die Bürger nicht einbinde und anhöre, den die neue Gruppe verbreite, weist er zurück. Gerade bei der Frage nach der Zukunft des Gasthauses Pichlmeier habe die Gemeinde die Bürger sehr wohl zur Beteiligung aufgefordert.

Der Gemeinderat setze sich mit den Argumenten der Bürger auseinander. Nichts sei in dieser Frage entschieden, alles noch im Diskussionsprozess. Allerdings räumt der CSU-Gemeinderat ein, dass es in der Vergangenheit nicht immer gelungen sei, dies auch in der Bevölkerung rüberzubringen. Die Kommunikation mit den Bürgern müsse besser werden, „damit kein falsches Bild entsteht“, so Wintersteiger.

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