„Man muss langfristig denken“

von Redaktion

Gemeinderat Thomas Wintersteiger fordert gesund strukturiertes Wachstum für die Gemeinde

Aschau – Eine Lanze für künftige Wohnbebauung und gewerbliche Entwicklung der Gemeinde brach Thomas Wintersteiger (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Er ärgerte sich, denn: „Man macht sich gemeinsam Gedanken, stimmt ab und ist dann hoffentlich auch auf dem richtigen Weg.“ Die Gemeinde brauche ein gesund strukturiertes Wachstum. Ein Blick in die Vergangenheit macht für ihn deutlich: Wenn damals nicht die Entscheidung für das Industriegebiet gefallen wäre, würde Aschau heute nicht so liquide sein. Aber für einen solchen Weitblick werde man heute kritisiert. Um der nächsten Generation eine Chance auf Wohnraum und Gewerbe zu geben, brauche es Grund. Das geplante Gewerbegebiet in Thann, an dem während der Bürgerstunde Kritik geübt wurde, werde sich über Jahrzehnte entwickeln. „Das geht nicht von heute auf morgen. Man muss langfristig denken“, war Wintersteiger überzeugt.

Langbauer übt deutliche Kritik

Zuvor gab es bereits von Gertraud Langbauer (CSU/Freie Bürger) Kritik an einer Entscheidung des Gemeinderats. Die geänderte Bauvoranfrage für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage in der Nähe der Kirchenstraße wurde zwar in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zurückgestellt, Thema war der geplante Bau trotzdem. Gertraud Langbauer, die in der vorangegangenen Sitzung nicht anwesend war, konnte die Entscheidung des Gremiums zum „Schönstetter Grundstück“ nicht nachvollziehen. Der Gemeinderat signalisierte eine positive Bewertung des Antrags (wir berichteten), hatte aber die Größe des Gebäudes bemängelt. Eine Länge von 38 Metern war dann doch zu groß. Wird der Bau kleiner geplant, will auch der Gemeinderat zustimmen, einigte sich das Gremium.

Eine Entscheidung, die Gertraud Langbauer nicht nachvollziehen konnte. „Wie kann man einem überdimensionierten Bau zustimmen, bei dem zudem die Zufahrt ungeklärt ist.“ Wohnraum sei in den vergangenen Jahren genug geschaffen worden. Mit diesem Bau würde man außerdem alles für das Projekt Pichlmeier verbauen. „Eine unverständliche Abstimmung.“ hi

Artikel 1 von 11