Waldkraiburg – Ein „richtiges Festwetter“ hatten die Siebenbürger Sachsen bei ihrem 27. Kronenfest in Waldkraiburg, das zahlreiche Besucher auf das Gelände beim Haus Sudetenland lockte. Die Blaskapelle der Banater Schwaben spielte zünftig auf.
Der Aufmarsch der Landsmannschaft in ihrer Tracht war beim Traditionsfest – das zu Beginn der Ernte oder zum Sommeranfang stattfindet – wieder eine Augenweide. Generationenübergreifend – von den Kleinen bis ins höhere Alter – alles machte bei den Tänzen um den Kronenbaum mit und wurde mit dem Applaus der Zuschauer belohnt.
Der neue Vorsitzende der Siebenbürger Sachsen, Walter Connert, freute sich, dass diese Tradition seit 1764 besteht und auch in Waldkraiburg seit Jahrzehnten hochgehalten werde. Er freute sich über das Kommen einiger Ehrengäste, der Heimatvereine und befreundeter Kreisgruppen und dankte den Trachtenträgern und Tänzern sowie den zahlreichen Helfern.
„Wo Kultur gelebt wird, hat man seine Heimat“, stellte Bürgermeister Robert Pötzsch heraus und erörterte, dass er mit Stolz beim Fest in Dinkelsbühl dabei sein und die Siebenbürger Tracht tragen durfte. Wie auch schon in den Vorjahren erklomm der junge Bursche Fabian Stein unter Begleitung der Musikkapelle und viel Applaus den Kronenbaum. Nach dem „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ der Kindergruppe richtete der Baumbesteiger den „Kronenspruch“ an das Publikum: „…Wie es schon unsere Urahnen machten, so feiern wir auch heute in unseren Trachten!“ Für die kleinen Gäste verteilte er „von oben herab“ Süßigkeiten.
Heimatlieder sang der Siebenbürger Chor, teils am Akkordeon begleitet vom elfjährigen Lukas Friedsmann. Mit „landsmännischen“ Spezialitäten, darunter „Mici“ und „Baumstriezel“ war auch für das leibliche Wohl gesorgt und die „Herzstürmer“ spielten mit flotter Musik zur weiteren guten Unterhaltung bis in die laue Sommernacht auf. bac