In der Kirche steckt der Wurm drin

von Redaktion

Ein ungeliebter Gast macht sich in den Altären und Heiligenfiguren der Filialkirche Maximilian breit: der Holzwurm. Damit sich der Schädling nicht noch weiter ausbreitet, wird die Kirche nächste Woche mit Gas behandelt. Auch Privatleute können davon profitieren.

Kraiburg – In der Kirche in Maximilian steckt der Holzwurm drin. Um den Schädling erfolgreich zu bekämpfen, wird der Innenraum in der nächsten Woche mit Gas behandelt. Auch Privatpersonen haben die Gelegenheit, befallene Möbel und Gegenstände einzustellen. Dass der Holzwurm in der Kirche nagt, das ist schon seit Wochen im Pfarrverband Kraiburg bekannt. Betroffene Bereiche seien bereits mit einem entsprechenden Mittel behandelt worden. „Das hat aber nichts geholfen“, wie Pfarrer Michael Seifert erklärt. Aufgefallen sei der Befall in den Altären und bei Heiligenfiguren. Die Sorge, dass irgendwann auch das historische Orgelprospekt vom Holzwurm befallen werden könne, hat nun Taten folgen lassen. Nächste Woche soll nun der Innenraum der Kirche begast werden. Während dieser Prozedur sind die Türen der Kirche fest verschlossen, zuvor stehen sie aber weit offen. Privatleute können Möbel oder andere vom Holzwurm befallene Gegenstände in die Kirche einstellen und behandeln lassen. Von einem solchen Angebot hat der Pfarrverband selbst schon einmal Gebrauch gemacht: „Wir hatten davon gelesen, dass in Flossing die Kirche begast wird und man Gegenstände einstellen lassen kann. Das Angebot wollen wir jetzt auch machen“, sagt Pfarrer Michael Seifert.

Zwei Heiligenfiguren – der heilige Josef und der heilige Stephanus – wurden vor rund einem halben Jahr kurzerhand nach Flossing umquartiert und einer „Holzwurmkur“ unterzogen, wie es damals Mesner Jürgen Schwab umschrieb. Michael Seifert ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Der Holzwurm ist draußen.“

Am heutigen Samstag können Interessierte zwischen 10 und 12 Uhr in der Filialkirche Maximilian ihre Möbel und Gegenstände vorbeibringen und in der Kirche einstellen. Nächste Woche dann wird der Innenraum über drei Tage hinweg mit Gas behandelt und dann gelüftet, bevor die Besitzer ihre Gegenstände wieder abholen können.

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