Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Ja, ja, da ist schon was Wahres dran. Aber manchmal ist der gesprächige Weg definitiv der bessere. Für viel Frust sorgten anfangs die Pläne für ein Tierkrematorium bei den Anwohnern in St. Erasmus. Regelrecht übergangen fühlten sie sich, als sie erst zu einem späten Zeitpunkt von den Plänen erfuhren. Vorab kein Wort darüber, dass das Unternehmen Pläne für den Acker hinter der Tierverwertungsanlage hat.
Ein Kamin mit 27 Metern Höhe, möglicherweise auch noch mehr Verkehr – nachvollziehbar, dass da erst einmal die Alarmglocken schrillen. Eine Unterschriftenliste als logische Konsequenz und damit auch ein klares Signal für alle Beteiligten, den gemeinsamen Dialog zu suchen.
Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch. Die Anwohner haben ein klares Bild davon, was auf sie zukommt. Eine Kleinigkeit im Vergleich zu dem, was an dieser Stelle vor Jahren schon einmal genehmigt wurde. Damit ist auch die Kritik leiser geworden und die ganze Aufregung hätte man sich vielleicht sogar sparen können, hätte man gleich zu Beginn den Dialog mit den Anwohnern gesucht.
Noch nicht alle Fragen geklärt sind bei der Zukunft des Waldbades. Bevor die Projektgruppe allerdings zu ersten Ergebnissen kommt, wird die Forderung laut, schon jetzt – also vorsorglich – Zuschussanträge zu stellen. Nicht, dass die Stadt bei der Vergabe nicht mehr zum Zuge kommt. 250 Unterschriften sind zusammengekommen verbunden mit der Aufforderung, dass sich die Stadt schon jetzt um Mittel für die Waldbad-Sanierung bemüht.
Zugegebenermaßen: Ein Fördertopf des Freistaats mit 120 Millionen Euro ist richtig verlockend. Aber leider ist die Zukunft des Waldbads längst nicht spruchreif, erste Ergebnisse aus der Projektgruppe lassen noch auf sich warten, ein Förderantrag wäre damit verlorene Liebesmüh. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Bis also möglicherweise ein Zuschuss beantragt werden kann, wird noch viel Wasser im Waldbad verspritzt werden.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Was hat die Stadt an Varianten geprüft, um die Parksituation am Waldfriedhof zu regeln? Dass die Stadt in diesem Fall leichtfertig, vielleicht sogar vorschnell entscheidet, das kann hier wirklich keiner behaupten. Immerhin hat die Stadt zehn Varianten geprüft: Längsparkplätze, Schrägparkplätze in unterschiedlicher Länge und Ausführung – so vieles wurde diskutiert. Was kommt jetzt? Ein schlichtes Parkverbot.
„Wir können uns gratulieren.“ – Sagt Gustl Schenk, der sich über Jahre hinweg dafür stark gemacht hat, dass die Situation geregelt wird. Mit Parkstreifen. Wie ernst er die Gratulation meint, ist die Frage, mit der sich gleichzeitig eine weitere stellt: Wiederholt hatte der 81-jährige Senior des Stadtrats nämlich damit kokettiert, nicht eher in Ruhestand zu gehen, bis die Sache geregelt sei. Und jetzt? Holt er sich doch noch den Titel als „Deutschlands ältester Stadtrat“?
Titel gibt es auch beim Waldkraiburger Volksfest zu vergeben. Wie wär’s beim Seilziagn, Boogie Woogie oder Wiesn-Cup? Der Countdown fürs Volksfest läuft. Die Bierprobe ist längst über die Bühne gegangen, auf dem Festplatz wird schon fleißig aufgebaut. Mit dem Volksfest verabschiedet sich die Wochenschau in eine zweiwöchige Pause. Wiesn-splitter statt Wochenschau gibt es dann an der gewohnten Stelle zu lesen.