Waldkraiburg – Donnerstag- vormittag in Wörth bei Waldkraiburg. Noch immer liegt Brandgeruch über dem Betriebsgelände eines Entsorgungsunternehmens, das in dem kleinen Waldkraiburger Ortsteil ansässig ist. Wenige Stunden zuvor war eine riesige Rauchwolke über einer Lagerhalle auf dem weitläufigen Areal aufgestiegen.
Gegen 4.30 Uhr wurde der Brand entdeckt
Verkohlte Balken, verrußte Müllreste – die Spuren eines Brandes, der in den frühen Morgenstunden ausgebrochen war. Der erste Lastwagenfahrer, der in der Früh an seinen Arbeitsplatz kam, meldete gegen 4.25 Uhr über die Integrierte Leitstelle starke Rauchentwicklung in einer Lagerhalle, in der Bau- und Gewerbemüll, Sperrmüll und andere Gegenstände gesammelt werden, die bei Wohnungsentrümpelungen anfallen.
Kripo ermittelt
wegen Brandursache
Plötzlich habe sich ein großflächiger Brand entwickelt, den die anwesenden Mitarbeiter nicht mehr löschen konnte, so das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd später im Pressebericht. Obwohl die regionalen Feuerwehren das Feuer schnell unter Kontrolle brachten, brennt ein Teil des Hallengebäudes restlos ab. Die Flammen greifen auch auf den Dachstuhl der gesamten Halle über.
Nach ersten Schätzungen beziffert die Polizei den Sachschaden auf rund 60000 Euro. Hat sich der Brand selbst entzündet? Oder war – wie beim Brand einer Maschinenhalle bei Pürten vor einigen Wochen – Brandstiftung die Ursache? Die Polizei machte dazu gestern keine Angaben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Die Müllannahme im Entsorgungsbetrieb in Wörth ist laut Betriebsleiter Markus Bichlmaier vorübergehend gestoppt. Ansonsten ist der Betrieb durch die Folgen des Brandes nicht beeinträchtigt.