Die Prüfung als Spezi-Somelier würde Bürgermeister Robert Pötzsch vermutlich mit Bravour bestehen. Dass er aber bei einer Bierverkostung in Freising mehr rausgeschmeckt hat, als so mancher erfahrene Biertrinker, hat das Stadtoberhaupt bei der Bierprobe einfließen lassen. Regelmäßiger Spezi-Konsum schult also die Geschmacksnerven, das ist neu. Wie sagt man in Bayern: „A Hund is a scho, da Buagamoasta.“
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Die „Zuchtstian“ waren auch schon in Freising, auf Einladung der Toerring-Brauerei im dortigen Hofbrauhaus. Beim Seilziang in der Alpenland-Festhalle hatten sie den Ausflug gewonnen. Seit es den Wettbewerb der Brauerei gibt, gab es immer nur einen Sieger: „de Zuchtstian“. Was der FC Bayern im deutschen Fußball darstellt, das sind sie beim heimischen Seilziagn. Und wer ist dann Borussia Dortmund oder wahlweise 1860 München? Keine Frage: die Handballer des VfL. Jahr für Jahr treten sie wieder an, um den Pokal zu gewinnen, und im Vorjahr haben sie ihnen die Trophäe, das heißt den Deckel des Pokals, tatsächlich stibitzt. Wie es heuer ausgeht, werden wir am Montagabend wissen.
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Keine Pokale, sondern nicht minder begehrte Volksfestpackerl mit Ehrenkarten, die bei allen Wiesn-Fahrgeschäften eingelöst werden können, gab es für die Gewinner beim Malwettbewerb zum Volksfest. 150 Bilder waren eingegangen. Unter dem Motto „Mein schönster Tag auf dem Waldkraiburger Volksfest“ brachten die Teilnehmer zwischen drei und 13 Jahren Riesenräder, Bayern Breaker, Softeis, Autoscooter und vieles mehr mit bunten Stiften zu Papier. Zu einer Vernissage im Rathaus kamen fast 60 Mädchen und Buben mit ihren Eltern und Großeltern. Die Ausstellung ist noch bis Dienstag, 23. Juli, im Rathaus-Foyer zu sehen.
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In der Stadt Waldkraiburg geschieht alles im Geiste der Ökumene. Warum sollte das beim Volksfest anders sein? Katholisch, evangelisch, freikirchlich – da gibt es nur noch fröhliche Menschen. Und die feiern gemeinsam Gottesdienst im Festzelt. Am Sonntag ist die Premiere auf der Wiesn.hg