Waldkraiburg – Elf Chöre, zwei Tage, vier Juroren und eine Bühne in Waldkraiburg. So könnte man das Wertungs- und Begegnungssingen des Bayerischen Sängerbundes nüchtern zusammenfassen.
Die Aufregung vor dem Auftritt, das erlösende Gefühl, es geschafft zu haben, die gemeinsame Freude am Musizieren, die Liebe zur Chormusik und das Feedback von vier erstklassigen Juroren – das beschreibt „Sing Dein Bestes! 2019“ viel mehr. Vor allem ist es der Beratungs- und Begegnungscharakter, der diese Veranstaltung von einem „üblichen“ Wertungssingen unterscheidet.
Der Begegnungscharakter wird dadurch verstärkt, dass die Chöre – nach einer gemeinsamen Probe – gemeinsam im Schlusskonzert auftreten. Die Chöre treten in bunter Reihenfolge, nicht getrennt nach Genres auf. Breiter Raum wird der Beratung der Chöre eingeräumt. Chorleiter und Chorvertreter führen dann anschließend mit der Jury ein beratendes Gespräch. In diesem Jahr leisteten die vier Juroren Tanja Wawra, Karl Zepnik, Christoph Gerl und Matthias Seitz erstklassige Beratungsarbeit. So können verschiedene Aspekte eines Chores in wohlwollender Atmosphäre angesprochen und ausgetauscht werden. „Natürlich gibt es auch eine Wertung, die aber auf eine festgelegte Punktzahl verzichtet und nur ein Prädikat, zum Beispiel mit gutem oder hervorragendem Erfolg teilgenommen, enthält, so Professor Max Frey, der Vorsitzende des Musikausschusses des Sängerbundes. Nach 2013 und 2016 war es die dritte Veranstaltung dieser Art, die der Sängerbund im Haus der Kultur ansetzte.