„Friday for Future“: Waldstreifen erhalten!

von Redaktion

Konflikt um Grünfläche nördlich der Daimlerstraße

Waldkraiburg – Die Kreisgruppe „Fridays for Future“ sagt „Nein zur Rodung des letzten Waldes nördlich der Daimlerstraße!“ In einem offenen Brief an Bürgermeister Robert Pötzsch und den Stadtrat fordert die Initiative die Stadt auf, ihre Pläne zur Umwandlung des rund zwei Hektar große Grünstreifens zwischen dem Gewerbegebiet und der Wohnsiedlung fallen zu lassen. Die Bedrohung durch die Klimakrise verlange auch nach lokalen Entscheidungen.

Das Vorhaben folgt aus Sicht der Autoren des Briefes „fragwürdigen Wachstumsinteressen“. Es stehe weder im Einklang mit dem Schutz der Umwelt noch mit den Interessen der Anwohner, die sich bereits mehrfach gegen die Rodung ausgesprochen hatten. Ein Naherholungsgebiet und der letzte Puffer zwischen Industrie- und Gewerbegebiet und den Siedlungen gehe damit unwiederbringlich verloren.

Bürgermeister Robert Pötzsch verweist darauf, dass die Stadt seit Jahren die verträgliche Nachverdichtung der Neuausweisung von Gewerbegebieten vorzieht.

Er stellt in einer Antwort an die Klimaaktivisten klar, dass es sich bei der Grünfläche nicht um das letzte Waldstück nördlich der Daimlerstraße handle. Es gehe tatsächlich nur um einen Teil der bestehenden Waldfläche. Die Änderung des Bebauungsplanes, die derzeit im Verfahren ist, habe das Ziel, bestehenden Betrieben den Fortbestand in Waldkraiburg zu sichern. „Können die Flächenarrondierungen nicht erfolgen, so hätte dies die Konsequenz, dass die Betriebe sich einen neuen geeigneten Standort suchen und damit insgesamt weit mehr neue Siedlungsfläche belegen.“ Dies widerspreche dem Gedanken einer nachhaltigen Siedlungs- und Umweltpolitik.

Eine Verwendung von anderen ungenutzten Gewerbe- und Industriegrundstücken in der Stadt sei im Falle der Gebietserweiterungen an der Daimlerstraße nicht möglich, so Pötzsch.

Diese Forderung hatten die Klimaaktivsten in dem Brief erhoben. Auf Anfrage verwies Dennis Uzon (Linksjugend), der den Brief zusammen mit Anna Sax (Grüne Jugend) im Namen der Kreisgruppe veröffentlicht hatte, auf zahlreiche Flächen, die seit Jahren brach liegen, und forderte „eine Rekommunalisierung“ dieser Flächen. Die Kreisgruppe „Fridays for Future“ unterstützen neben Mitgliedern der Linken und der Grünen und deren Jugendorganisationen auch Mitglieder der ÖDP, der Partei „Die PARTEI“, des Bund Naturschutz und der Umwelt AG des Gymnasiums Waldkrai- burg.hg

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