Waldbad: Zuschussantrag erst möglich, wenn Lösung auf dem Tisch liegt

von Redaktion

Bürgermeister Pötzsch: Stadt hat Fachbüro beauftragt, das Entscheidungsprozess in Sachen Freibad begleitet

Waldkraiburg – Die Stadt hat ein externes Fachbüro beauftragt, das sie im Entscheidungsprozess in Sachen Freibad/Waldbad beraten und begleiten soll. Das teilte Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) im Stadtrat mit.

Pötzsch berichtete über die ersten vier Treffen der Projektgruppe, die ihre Arbeit aufgenommen hat. Den Mitgliedern der 20-köpfigen Gruppe, die sich aus Stadträten, Vertretern von Vereinen und Bürgern zusammensetzt, seien alle Unterlagen, Gutachten, Daten und Fakten übergeben worden, auch sehr sensible Informationen. Alle Mitglieder seien deshalb zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet.

Der Bürgermeister betonte erneut, dass der Entscheidungsprozess ergebnisoffen sei, es gebe keine Vorentscheidung, weder für eine Sanierung noch für einen Neubau auf dem bestehenden Gelände oder einem anderen Standort. Darauf habe sich der Stadtrat einstimmig verständigt. Dies sei auch der Grund, warum die Stadt keinen Förderantrag beim Freistaat für die Sanierung stellen könne.

Als Margit Roller (CSU) insistierte, dass die Bürger nicht verstehen könnten, dass die Stadt im vergangenen Sommer einen Zuschussantrag beim Bund für einen Neubau stellen konnte, jetzt aber keinen Antrag für eine Sanierung stellen könne, präzisierte Pötzsch: Im Sommer 2018 habe die Stadt nur eine Absichtserklärung abgeben müssen. Wäre Waldkraiburg in die engere Wahl gekommen, hätte die Stadt ihre Pläne im Herbst konkretisieren müssen. „Damals waren wir noch guter Dinge, dass der gemeinsame Neubau mit Aschau kommen kann. Das hat sich zerschlagen.“

Derzeit gebe es keine Planung. Die müsse die Stadt jetzt aber bei dem Förderantrag mitliefern.

Nach seinen Worten haben alle drei Fachbüros, die sich um den Auftrag der Stadt bemühten, vor „Schnellschüssen“ gewarnt. Demnach dauere es mindestens drei Jahre, bis eine Lösung auf dem Tisch liegt.

„Sobald wir uns auf eine Variante geeinigt haben, werden wir auch versuchen, öffentliche Fördermittel abzugreifen.“hg

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