Sie haben alles gegeben und mussten am Ende im Finale doch erkennen: Gegen Zuchtstian ist kein Kraut gewachsen. Die Handballer des VfL Waldkraiburg, die frisch in die Bezirksoberliga aufgestiegen sind, haben beim Seilziagn im Volksfestzelt in der Ebinger Urgewalt erneut ihre Meister gefunden.
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Dabei haben es die gegnerischen Teams, darunter vier Frauenseilschaften, mit allen Tricks probiert. Doch auch weiblicher Charme kann das wuchtige Quintett nicht von seinem Weg abbringen. Die lassen niemanden freiwillig gewinnen. Und einen mit allen Wassern gewaschenen Volksfestwirt schon gar nicht. Jochen „Jocki“ Mörz, der als ehemaliger Eishockey-Nationalspieler alle Kniffe und Finten kennt, mogelte gegen die Stian bei seinem Mörz-Team einfach zwei stramme Burschen dazu. Doch da ging auch schon Schiri Martin Berger von der Toerring-Brauerei dazwischen.
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Und so kam es, wie es kommen musste: Platz eins und Pokal für die Zuchtstian, Platz zwei für die Handballer. Ferner zogen und hatten eine Mordsgaudi: 3. die Waldburgia-Herren, 4. das Mörz-Team, 5. Waldburgia-Damen, 6. Alexandras Trainingsplatzerl II, 7. Alexandras Traininigsplatzerl I, 8. Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“.
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Wenn Waldkraiburger Volksfest ist, dann feiert Dritte Bürgermeisterin Geburtstag. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Oder das Ergebnis beim Seilziagn. Heuer fiel das Wiegenfest auf einen Sonntag. Und die Inge hat es wie immer gemacht. Tagsüber war sie mit ihrem Louis weg. „Am Abend war ich versteckt auf der Wiesn.“ Wo verstecktes Feiern auf dem Volksfest möglich sein soll, verrät sie nicht, nur so viel. „Des geht scho!“
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Kein Wunder, dass sie der Bürgermeister nicht gefunden hat, um seiner Stellvertreterin zu gratulieren. Am Montag beim Tag der Senioren hat Robert Pötzsch das auf offener Bühne nachgeholt. Mit einem Blumenstrauß und einer Umarmung.
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Reinhard Schmid von der Stadtverwaltung hat schon ein paar Seniorentage miterlebt. Aber so schlagfertig war schon lange keine Besucherin mehr. Sie sei eben erst aus dem Krankenhaus entlassen worden, berichtete die Dame. „Und, geht’s eahna iatz bessa?“, fragte der Leiter der Ordnungs- und Sozialabteilung. „Darauf die Seniorin: „Sonst war i ja ned do!“hg