Waldkraiburg – Da war viel vom Fliegen die Rede, von Fallschirmen, Turbulenzen und weichen Landungen bei der großen Abschlussfeier an der Mittelschule in der Dieselstraße. Der evangelische Pfarrer Simon Stritar eröffnete den festlichen Abend. Er verglich Schulkinder mit kleinen Küken, die jetzt das Fliegen gelernt hätten. „Manche mussten Federn lassen, aber Ihr habt alle ein Briefing erhalten für Euer weiteres Leben“, sagte Stritar an die jungen Menschen, für die mit diesem Schuljahr ein wichtiger Abschnitt zu Ende geht.
Zeit für Absprung aus dem Schulflugzeug
Die Schüler flogen fünf, sechs oder sogar sieben Jahre sicher in der „Dieselairlines“ durch ihren Alltag. Jetzt aber sei es Zeit für den Absprung aus dem Schulflugzeug, glauben die Schüler der Entlass-Klassen.
Bevor Rektorin Birgit Huber-Heinrich die Schulfamilie begrüßte, gab es eine musikalische Einlage vom Feinsten. Die Schülerin Urtesa Maxhuni bot gesanglich eine „Voice of Germany-reife Leistung“. Sie wurde von ihrem Lehrer Klaus-Uwe Fröhler am Klavier begleitet. Birgit Huber-Heinrich wertete bei ihrer Rede den Schulabschluss als Etappenziel einer Reise.
Fallschirme sind
gut gepackt
„Ich denke, Eure Fallschirme sind gut gepackt. Es dürfte eine weiche Landung geben.“ Nun sei die gemeinsame Reise beendet. Jetzt würde jeder in ein eigenes Kleinflugzeug steigen. Ihr Appell an die Schüler: „Lasst Euch nicht unterkriegen.“ Inge Schnabl, Dritte Bürgermeisterin der Stadt Waldkraiburg, sowie Anna Maier, Bürgermeisterin der Gemeinde Oberneukirchen, und die Elternbeiratsvorsitzende Anita Donislreiter sprachen anschließend Grußworte und wünschten den 101 Schülern, die alle ihr Zeugnis ausgehändigt bekamen, für ihren weiteren Lebensweg das Allerbeste. 37 Schüler haben ihren Quali in der Tasche und 33 Schüler gehen mit dem Zeugnis der Mittleren Reife nach Hause.
Auf pfiffige Art und Weise begleiteten abschließend die Lehrer Corinna Reitsberger, Stephan Reichel und Klaus-Uwe Fröhler ihre „Kinder“ endgültig hinaus aus der „Dieselairlines“. Baut wenig Bruchlandungen, so lautete der Wunsch der Lehrkräfte an die jungen Leute. Für den Rausschmeißer-Song ganz nach Beatles-Manier war die Lehrer-Band verantwortlich.