Waldkraiburg – 15000 Euro Zuschuss gewährt die Stadt Waldkraiburg dem Kreisverband des Roten Kreuzes für die geplante Sanierung der Heizung im BRK-Haus in der Waldkraiburger Mozartstraße. So hat es der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen.
Einen Zuschuss für das Rote Kreuz, das mit der Sanierung auf Geothermie umstellt, halten alle Ausschussmitglieder für angemessen, auch Susanne Engelmann, ehemalige BRK-Kreisvorsitzende. Sie stimmte trotzdem dagegen. Die SPD-Fraktionssprecherin störte das Anschreiben des Kreisverbands an die Stadt. Darin werde ein „Junktim“ geschaffen, das sie nur als, so wörtlich, „Erpressung“ bezeichnen könne.
Worin dieses „Junktim“ besteht, das führte Engelmann in der öffentlichen Ausschussitzung nicht aus. Auch auf Nachfrage wollte sie dazu ebenso wenig wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) Auskunft geben. Der Bürgermeister betonte allerdings, er teile die Einschätzung Engelmanns nicht.
Wie aus den Unterlagen der nichtöffentlichen Sitzung hervorgeht, die der Redaktion der Heimatzeitung mittlerweile vorliegen, war in dem Schreiben des BRK der Umstieg auf die städtische Geothermie von einem Zuschuss der Stadt in Höhe von 15000 Euro abhängig gemacht worden. Begründet wird dies damit, dass die Kosten für den Anschluss an die Geothermie-Versorgung teuerer komme als die Weiterführung mit Gasversorgung.
BRK-Kreisgeschäftsführerin Tanja Maier wollte sich auf Anfrage weder zu dem Vorgang noch zu der Bewertung Engelmanns äußern.