Waldkraiburg – Den Niederndorfern brennt das Problem schon lange auf den Nähgeln. Die Verkehrsregelung an der Einfahrt von den Pürtener Straße (Kreisstraße MÜ 18) in den Ortsteil, die zu Staus und gefährlichen Verkehrssituationen führt. Jetzt hat die Stadt mit Anwohnern eine Lösung gefunden.
Niederndorf ist Tempo 30-Zone. Hier gilt die Vorfahrtregelung „Rechts vor links“. Sie wird nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Doch die erste Querstraße rechts, es ist der Sonnenblumenweg, ist so nahe an der Einfahrt, dass Lastzüge, die von der Pürtener Straße kommen und Vorfahrt gewähren müssen, mit ihrem Anhängerheck auf der Hauptstraße stehen. Das gilt erst recht, wenn ein Fahrzeug nachfolgt. Oder wenn zwei oder drei Fahrzeuge einbiegen wollen und plötzlich abbremsen, wenn von rechts aus dem Sonnenblumenweg ein vorfahrtberechtigtes Fahrzeug kommt. Dann stehen die Kraftfahrzeuge, die sich zurückstauen, im schlimmsten Fall auf der Fahrbahn und blockieren auch den Gegenverkehr.
Besonders unübersichtlich ist diese Stelle auch deshalb, weil ein Lärmschutzwall an der Einfahrt aufgeschüttet ist und die Autos, die aus dem Sonnenblumenweg kommen, erst spät gesehen werden können. Diese Probleme wurden in der Bürgerversammlung im Frühjahr vorgetragen.
Um die Stelle sicherer zu machen, wird die Stadtverwaltung folgende neue Regelung umsetzen: Niederndorf bleibt Tempo 30 Zone. Es gilt also weiterhin „rechts vor links“. Vor der Einmündung des Sonnenblumenwegs wird die Regelung allerdings für diese Querstraße aufgehoben, durch ein Verkehrszeichen 301, eine „einmalige Vorfahrt“. Der von der Pürtener Straße einbiegende Verkehr hat damit an dieser Stelle Vorfahrt. Entsprechend wird der Sonnenblumenweg untergeordnet, mit einem Schild „Vorfahrt gewähren“ (VZ 205).
Eine weitere Veränderung steht am Ende des gemeinsamen Geh- und Radweges an der Einmündung Pürtener Straße/Anemonenweg an, das derzeit nicht beschildert ist. Künftig wird der Geh- und Radweg durch ein Schild ausgewiesen und an dessen Ende ein Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren) angebracht. Außerdem stellt die Stadt bei der Ausfahrt aus dem Anemonenweg einen Spiegel auf. hg