Das Wahlziel: Mindestens 20 Kreistagssitze für Wählergemeinschaften

von Redaktion

Ulli Maier will für UWG und Wählergemeinschaft West in Landratswahl ziehen – Zwei Stadträte hören auf

Waldkraiburg/Mühldorf – Er machte nicht nur seine Absicht deutlich, im März 2020 als gemeinsamer Landratskandidat für die Unabhängige Wählergemeinschaft und die Wählergemeinschaft West anzutreten (wir berichteten). Ulli Maier, UWG-Kreisvorsitzender aus Waldkraiburg, formulierte in einer Veranstaltung des Ortsverbands am Freitagabend auch ein klares Wahlziel für den Kreistag: Mindestens 20 der 60 Sitze sollen Mitglieder der beiden Wählergemeinschaften im Landkreis holen, die den Kommunalwahlen am 15. März 2020 wieder mit zwei Listen antreten. Derzeit hält die UWG bei zehn Sitzen, die WGW bei fünf.

Gleichzeitig müsse es gelingen, die CSU (derzeit 28 Sitze) unter 25 Sitze zu drücken, um mehr Einfluss auf die Kreispolitik zu haben, so Maier. Mit der aktuellen Situation will er sich nicht zufriedengeben. „Wir werden dermaßen untergebuttert.“

Er liebe die politische Vielfalt, sagte Maier. „Alleinherrschaft ist schlecht.“ Mit diesen Worten hatte der Unternehmer auch seine Kandidatur für das Amt des Landrats begründet. In der Demokratie brauche der Bürger Wahlmöglichkeiten. Mit den UWG-Kandidaten werde Kompetenz in den Mühldorfer Kreistag einziehen.

Wie sehr die im Kreistag gebraucht werde, zeige die aktuelle Entwicklung bei den Kreiskliniken. Die Fusion mit Altötting sei richtig. Aber: „Wir haben im Kreistag wieder gehört, dass viele Jahre die Zahlen nicht richtig gelesen wurden. Es wäre sinnvoll gewesen, die Fusion zwei, drei Jahre früher zu machen. Wir hätten uns Millionen gespart.“

Er sei froh, dass einige Stadträte aus Waldkraiburg ihr Interesse an einer Kandidatur für den Kreistag bereits angemeldet haben, so Maier vor gut 40 Besuchern der Veranstaltung „UWG mittendrin“. Auch für die Stadtratswahlen legte der UWG-Kreisvorsitzende die Latte hoch: Die zwölf Sitze bei der letzten Wahl will er noch ausbauen.

Zwei der zwölf Stadträte, die der UWG-Fraktion angehören, werden 2020 nicht mehr kandidieren. Das kündigte der Ortsvorsitzende Hans Vetter an, nannte aber keine Namen.

Auch die UWG will jünger und weiblicher werden. Zur Kandidatensuche für die Stadtratsliste sagte der Ortsvorsitzende deshalb: „Am liebsten sind uns junge Frauen.“ Worauf sich prompt aus dem Hintergrund Stadtrat Franz Belkot meldete: „Da bist ja scho wia da Söder!“

Die Möglichkeit, 30 Kandidaten aufzustellen, werde die UWG so wie 2014 nicht ausschöpfen. Vetter sprach von einer „hochwertigen 20er-Liste“. Drei neue Kandidaten stellte er bereits vor: Joe Riedl, Kristina Pauli und Stefan Höll. Robert Pötzsch musste er nicht vorstellen. Dass der Bürgermeister sich um eine weitere Amtszeit bewirbt, steht schon seit Langem fest. Vetter: „Er ist der richtige Mann.“hg

Artikel 8 von 11